Erinnerungen der Gerd Müllers aus der Region: Ein Fernseher von Beckenbauer

Kassel. Dass Gerd Müller und Franz Beckenauer 1974 zusammen Weltmeister wurden, ist bekannt. Dass aber Gerd Müller bei Franz Beckenbauer anrief und von ihm einen Fernseher kaufen wollte - diese Geschichte taucht bisher in keinem Jahresrückblick auf.

Passiert ist sie trotzdem. Nicht den beiden ehemaligen Nationalspielern, sondern in der Umgebung von Kassel.

Der Protagonist heißt ebenfalls Gerd Müller, ist heute 42 Jahre alt und wohnt in Neukirchen im Schwalm-Eder-Kreis. „Ich wurde 1973 geboren und mein Vater war Bayern-Fan. Meine Mutter durfte sich den Namen für meinen älteren Bruder aussuchen, bei mir war mein Vater dran - deswegen heiße ich heute Gerd“, erzählt der Neukirchener Gerd Müller. Er sei eigentlich schon mit Fußballschuhen aus dem Mutterleib gekommen und der Name begleite einen das ganze Leben.

Und was war mit dem Fernseher? „Ich habe mal in einem Fernsehladen angerufen und da meldete sich ein Beckenbauer. Ich habe dann gesagt, dass ich Gerd Müller heiße. Da hat er gefragt, ob ich ihn auf den Arm nehmen will“, erinnert sich der 42-Jährige. „Ich habe dann wirklich meinen Fernseher bei ihm gekauft. Da hat sich herausgestellt, dass er auch noch Franz mit Vornamen heißt.“

Auch der 67-jährige Gerd Müller aus Melsungen wird immer wieder auf seinen Namen angesprochen. „Da sind aber mittlerweile alle Witze gemacht“, sagt er. Er sei kein eingefleischter Fußballfan, „kleines dickes Müller“ habe er aber bewundert. „Da kann man sich eine Scheibe von abschneiden. Obwohl: Die Beine passen ja in keine Hose“, fügt der ehemalige Lokalchef der HNA-Redaktionen Melsungen und Homberg an.

Gerd Müller aus Rosenthal bei Korbach ist Bayern-Fan. Und da gehört es sich natürlich auch, dass der „Bomber der Nation“ für ihn fußballerisch eine große Persönlichkeit darstellt. „Ich werde regelmäßig auf meinen Namen angesprochen. Alle, die ihn kennen, verbinden den Namen mit diesem Fußballer“, sagt der 43-Jährige. Auch wenn er Karten für ein Bayern-Spiel buche, blieben Kommentare natürlich nicht aus.

Gerd Müller aus Abterode war selbst lange Jahre als Torjäger für die Adler Weidenhausen im Einsatz. Mit dem Nationalspieler sei er trotz seines Namens nur selten verglichen woren. „Angesprochen wird man natürlich hin und wieder.“ Bei einem sind sich alle Gerd Müllers einig: „Er war immer ein großer Name und Vorbild.“

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