Ein Trikot in Rosa und ein rührendes Comeback

Unsere Top 5 des Wochenendes: Falscher und richtiger Rekord

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Der schnellste Marathonman: Eliud Kipchoge. 

Kassel. Zwei unglaubliche Rekorde, ein Deutscher in Rosa, ein schneller Neffe und ein unerwartetes Comeback: Das sind unsere Top 5 des Wochenendes.

1.Die schnellste Zeit ist kein Weltrekord. Zwei Stunden und 25 Sekunden. Das ist die schnellste Zeit, die je ein Mensch auf der 42,195 km langen Marathonstrecke geschafft hat. Aber weil die Umstände so umstritten sind, wird das Rennen des Kenianers Eliud Kipchoge nicht als Weltrekord anerkannt. Im Rahmen einer riesigen Werbekampagne des Sportartikel-Giganten Nike sollte der 32-jährige eigentlich unter zwei Stunden laufen. Dafür hatten die Veranstalter extra die Formel-1-Strecke in Monza abgeschirmt und Kipchoke sowie dessen Tempomacher im Windschatten eines Führungsfahrzeugs eine 2,4 km lange Strecke 17,5 mal absolvieren lassen. Noch umstrittener aber war die Vorbereitung. Die Laufstars schluckten Thermometer in Tablettengröße, um die ideale Körpertemperatur zu ermitteln.

2.Ein Deutscher im Rosa Trikot. Was nicht alltäglich ist, hat am Samstag Andre Greipel geschafft. Der Rostocker Sprintspezialist gewann die zweite Etappe des Giro und durfte das begehrte Rosa Trikot überziehen. Allerdings musste er es gestern wieder ausziehen, denn die dritte Etappe gewann der Kolumbianer Fernando Gaviria, der Greipel die Führung abnahm. Der Berliner Rüdiger Selig wurde hinter Gaviria Zweiter.

3.Der Neffe erfreut den Onkel. Das Auftakt-Wochenende des Deutschen Tourenwagen Masters hat der Neffe des neuen DTM-Chefs Gerhard Berger gewonnen. Der Österreicher Lucas Auer, der einen Mercedes lenkt, lag am Samstag auf dem Hockenheimring vorn und landete am Sonntag im zweiten Rennen am gleichen Ort auf dem vierten Platz. Das gestrige Regenrennen gewann Audi-Fahrer Jamie Green. In der Gesamtwertung liegt Auer vor den nächsten Rennen auf dem Lausitzring in zwei Wochen vor Green und seinem Mercedes-Kollegen Gary Paffett.

4.Die Leiden der Mona B. haben ein Ende. Monatelang musste Mona Barthel wegen einer rätselhaften Viruserkrankung pausieren. Umso überraschender kam ihr Sieg beim Tennisturnier in Prag, wo sie das Endspiel gegen die Tschechin Kristyna Pliskova 2:6, 7:5, 6:2 gewann. Jetzt freut sich Mona Barthel auf die French Open, die in drei Wochen beginnen. Ihr Trainer beziffert Barthels Leistungsfähigkeit derzeit auf 80 Prozent. Jetzt wird er daran arbeiten, in Paris eine total fitte Schülerin zu präsentieren.

5.Der zielsichere Olympiasieger schont den Kameramann. Der Kameramann hatte Glück, dass Thomas Röhler beim weitesten Wurf seines Lebens nicht sein ganzes Potenzial ausschöpfte. Beim Diamond-League-Meeting der Leichtathleten in Doha hatte sich der Fernsehmann an der 95-Meter-Marke aufgestellt, als der Speer des Olympiasiegers nach 93,90 m knapp vor seinen Füßen landete. Thomas Röhler aber freute sich über den deutschen Rekord, den bisher der Magdeburger Raymond Hecht mit 92,60 m gehalten hatte. Hecht hatte den alten Rekord schon vor 22 Jahren in Oslo erzielt. Röhlers Weite aber ist die weltweit zweitbeste. Nur Rekordmann Jan Zelezny aus Tschechien hat 1996 in Jena mit 98,48 m noch weiter geworfen.

Zum Video des Rekordes im Speerwerfen

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