Handspiel das Thema des Spieltages

Kommentar zu Hannovers Handtor

Der Hannoveraner Andreasen hat im Bundesligaspiel gegen Köln das entscheidende Tor mit der Hand erzielt. Fragen hätte geholfen, meint unser Kommentator Frank Ziemke.

Eigentlich sollte es an dieser Stelle um einen Manager gehen, der nach einigen Fehlern in der Vergangenheit dann gehen muss, als es grad gut läuft. Und um einen anderen Manager, der einen Trainer sucht, obwohl sein Interimstrainer gewinnt und gewinnt und gewinnt.

Dann aber kam Leon Andreasen. Dann kam ein Handspiel, das entscheidend war. Und plötzlich hat dieser Spieltag ein ganz anderes Thema. Oder, um im Bild zu bleiben: einen handfesten Skandal. Hannovers Däne schob den Ball mit der Hand über die Linie. Deutlich sichtbar. Er gab das auch zu: nach dem Spiel.

Bevor wir den Sünder vehement verdammen, die Frage: Was hätten wir getan? Wären wir auf der Stelle zum Schiedsrichter gelaufen? Hätten wir aus eigenem Antrieb gebeten, dieses Tor nicht zu geben?

Es gab im deutschen Fußball bereits eine ähnliche Szene. St. Paulis Marius Ebbers hat sein Handspiel damals zugegeben. Nachdem er vom Schiedsrichter gefragt wurde. Das blieb in Köln aus – was ebenso verwundert wie die Tatsache, dass sowohl Schieds- als auch Linienrichter trotz guter Sicht die Szene nicht erkannten. Einfach mal fragen – das wäre der einfachste Weg gewesen.

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