Lohn für Vettels Edelhelfer

Ferrari setzt auch 2018 auf Räikkönen

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Die Scuderia Ferrari hat den Vertrag von Kimi Räikkönen um ein Jahr verlängert.

Die erste Personalie bei Ferrari ist geklärt. Kimi Räikkönen bleibt auch 2018. Es dürfte auch der Lohn für seine wertvollen Dienste für Kollege Sebastian Vettel sein. Dessen Zukunft ist offiziell noch nicht geklärt.

Maranello - Kimi Räikkönen bekommt als Lohn für seine Dienste als Edelhelfer für Sebastian Vettel ein weiteres Jahr im Cockpit von Ferrari.

Die Scuderia gab die Verlängerung der Zusammenarbeit mit dem Finnen für die Saison 2018 bekannt - in einer vierzeiligen Mitteilung. Für gewöhnlich spart sich Ferrari solche Personalien zur standesgemäßeren Verkündung für das Heimrennen in Monza auf, das in übernächstes Wochenende ansteht. Möglich also, dass dann eine andere, noch wichtigere Personalie bekannt gegeben wird: Vettels Vertrag läuft wie der alte Kontrakt von Räikkönen zum Jahresende aus.

Und vieles deutet daraufhin, dass der WM-Spitzenreiter bei Ferrari bleiben wird. Nicht zuletzt die nun mögliche weitere Zusammenarbeit mit seinem Kumpel und Ex-Nachbarn Räikkönen könnte ihm die Unterschrift erleichtern. Bei Vettels Sieg vor der Sommerpause in Ungarn schirmte der Finne die Verfolger ab, Vettel konnte so seinen Vorsprung in der WM-Wertung auf 14 Punkte vor dem dreimaligen Weltmeister Lewis Hamilton im Mercedes ausbauen.

Hier und da ein bisschen typisches Räikkönen-Knurren, ansonsten aber fügt sich der Routinier in die Rolle als Helfer für seinen deutschen Stallrivalen auf dem Weg zum ersten WM-Titel für Ferrari seit 2007. Diesen hatte damals noch Räikkönen geholt. Seinerzeit profitierte der Finne vom heftigen Zwist zwischen den beiden McLaren-Kollegen Fernando Alonso und Hamilton. Zwei Jahre später musste Räikkönen den Platz bei Ferrari dennoch für Alonso frei machen. 2014 kehrte er - nach einem Ausflug in die Rallye-WM und der Formel-1-Rückkehr zunächst bei Lotus - zu Ferrari zurück.

20 Siege gelangen Räikkönen insgesamt in seiner Formel-1-Karriere, vier davon auf dem Kurs in Spa-Francorchamps, auf dem die Formel 1 an diesem Wochenende den zweiten Saisonabschnitt einläutet. Keiner der aktuellen Piloten gewann öfter in Belgien, Sieg Nummer fünf scheint für Räikkönen aber fraglich. Zu wichtig dürften weitere Punkte für Vettel sein, bevor es in Monza zum stets emotional-spektakulären Hochgeschwindigkeits-Heimspiel für Ferrari kommt.

Räikkönen hat seine nähere Zukunft bereits vorher geklärt. Zum Ende seines neuen Vertrags wird der Finne, der 2001 im Sauber sein Formel-1-Debüt gefeiert hatte und ein Jahr später zu McLaren gewechselt war, 39 Jahre alt sein. Ob er dann noch mal ein Jahr dranhängt und Ferrari auf Räikkönen baut, scheint eher zweifelhaft. Zumal auch die spannende Frage weiter in der Luft schwebt, wie lange denn Vettel bei Ferrari verlängert - wenn er verlängert.

dpa

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