Übungen lieber langsam, dafür sauber ausführen

Expertentipps zur Fitnessaktion 06:30: So funktioniert der Ausfallschritt

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Richtig: Beim Ausfallschritt ist es unter anderem wichtig, das Bein im 90-Grad-Winkel zu beugen.

Vom Winter in den Frühling mit neuer Fitness: Experte Sascha Seifert stellt in den nächsten Wochen einige Übungen vor, die auch bei der HNA-Frühsportaktion 06:30 trainiert werden.

Ohne Hände vom Boden aufstehen, die Balance auf einem Bein halten – weil viele Menschen nur noch das Sitzen auf dem Bürostuhl gewohnt sind, fallen selbst die normalsten Körperbewegungen im Alltag schwer. Umso wichtiger ist regelmäßiges Krafttraining zum Ausgleich. Es gibt nur einen Haken: Häufig führt Unwissenheit dazu, dass die Übungen falsch ausgeführt werden.

Wir haben mit unserem Fitnessexperten Sascha Seifert über das Problem gesprochen und stellen in den nächsten Wochen einige Übungen vor, die auch bei der HNA-Frühsportaktion 06:30 trainiert werden.

Der Ausfallschritt

Los geht es mit dem Ausfallschritt. Obwohl die Übung auf den ersten Blick recht einfach aussieht, hält sie bereits viele Fallstricke bereit. „Oftmals sind ein krummer Rücken, ungerade Arme und ein überstrecktes Knie die häufigsten Fehler“, erklärt Seifert. 

Die richtige Dehnung komme nur dann zustande, wenn Oberkörper und Arme eine Linie bilden und das vordere Bein im 90-Grad-Winkel gebeugt ist. „An sich ist eine falsch ausgeführte Übung zwar immer noch besser als gar kein Training“, sagt Seifert, gibt aber zu bedenken. „Das Problem sind Vorerkrankungen. Wer ein kaputtes Knie hat, muss sein Training darauf abstimmen.“

Falsch: Mit krummem Rücken und überstrecktem Knie ist der Ausfallschritt nicht gut für die Bänder und Sehnen.

Gerade Anfänger neigen dazu, die Bänder und Sehnen zu überlasten. Wichtig sei es, Schritt für Schritt vorzugehen. „Ein richtiger Sportanfänger sollte erst einmal mit Beweglichkeitsübungen beginnen, um ein Gefühl für den Körper zu bekommen – zum Beispiel mit Yoga“, rät der Fitnessexperte. 

Regeln für das Training 

Erst danach bieten sich die Grundübungen der Kraft an: Kniebeuge, Liegestütz und Klimmzug. „Wer das sauber beherrscht, hält sich auf einem guten Fitnessniveau.“ Mit Hanteln zu trainieren sei hingegen die allerletzte Stufe. „Wer das richtig ausführt, ist schon ein sehr erfahrener Sportler“, sagt Seifert.

Deshalb der Rat des Fitnessexperten: Einen Gang herunterschalten und dafür Fehler vermeiden. Rücken und Schultern gerade, falsche Rotationen vermeiden und die Übungen ohne Schwung, dafür langsam und kontinuierlich ausführen – das sind die Regeln für das Training.

Mehr zur Fitnessaktion 06:30 gibt es auf www.sechs-dreissig.de.

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