Vettel Zweiter

Formel 1 in China: Rosberg nicht zu stoppen

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Nico Rosberg ist derzeit nicht zu stoppen.

Shanghai - Nico Rosberg bleibt in der Formel 1 unschlagbar. Der Mercedes-Pilot triumphierte auch beim Großen Preis in China und feierte seinen dritten Sieg im dritten Saisonrennen.

Polesetter Rosberg zeigte nur beim Start einen kurzen Wackler, dominierte dann in Shanghai aber und ließ Ferrari-Star Sebastian Vettel auf Platz zwei keine Chance. „Riesendank und großes Lob an euch alle“, funkte Rosberg nach der Zieldurchfahrt an die Box.

Dritter wurde Red-Bull-Fahrer Daniil Kwjat, der Vettel am Start aggressiv abgedrängt hatte. Weltmeister Lewis Hamilton, nach technischen Problemen im Qualifying als Letzter gestartet, kämpfte sich noch auf Rang sieben vor.

Rosberg baut WM-Führung aus

Mit seiner Galavorstellung baute Rosberg auch seine Führung im Kampf um den WM-Titel weiter aus. Der Wiesbadener hat nun 36 Punkte Vorsprung auf Hamilton und schon 42 Zähler auf Vettel. Statistisch gesehen hat Rosberg, der saisonübergreifend nun sechs Siege in Serie einfuhr, den Titel sogar bereits sicher: Immer wenn ein Fahrer die ersten drei Rennen einer Saison gewann, wurde er am Ende auch Weltmeister.

Nico Hülkenberg (Emmerich) wurde in seinem Force India nur 15., Rookie Pascal Wehrlein (Worndorf) landete in seinem Manor auf Rang 18.

Die Fans in Shanghai sahen einen spektakulären Start. Rosberg verlor seine Führung gegen Daniel Ricciardo im Red Bull, auch Vettel kam äußerst schlecht weg und fuhr - um eine Berührung mit Kwjats Red Bull zu vermeiden - in der ersten Kurve auch noch in den Wagen seines Teamkollegen Kimi Räikkönen, der dabei seinen Frontflügel und viele Plätze verlor. Und das ausgerechnet vor den Augen von Ferrari-Chef Sergio Marchionne. Vettel fiel zwischenzeitlich auf Rang neun zurück. Auch Hamilton war in eine Kollision verwickelt und musste sofort an die Box.

Vettel: „Sorry Jungs, ich konnte es nicht verhindern“

„Sorry Jungs, ich konnte es nicht verhindern“, sagte Vettel im Funk und schimpfte Richtung Kwjat: „Wenn er mit so einer Geschwindigkeit in diese Kurve fährt, ist ein Crash nicht zu vermeiden. Das war lebensmüde.“ Auch nach der Zieldurchfahrt wiederholte Vettel noch einmal seine Entschuldigung: „Ich wollte das wirklich nicht, es tur mir leid für Kimi und für das Team, aber ich hatte keine Chance.“

In der dritten Runde platzte bei Ricciardo der linke Hinterreifen, in der Folge kam das Safety Car auf die Strecke. Das nutzten alle Top-Fahrer bis auf Rosberg, um sich neue Reifen aufziehen zu lassen. In der Folge beruhigte sich das Feld etwas, Vettel und Hamilton begannen ihren Kampf durch das Feld nach vorne.

Währenddessen drehte Rosberg an der Spitze einsam seine Runden. Der 30-Jährige - auf härteren Pneus gestartet als die Konkurrenz - fuhr erst in der 20. Runde zu seinem ersten Reifenwechsel, gab die Führung aber dennoch nicht ab. Nach der Hälfte der Renndistanz lag Rosberg mit über 20 Sekunden in Führung, Vettel war Dritter, Hamilton lag auf Rang zehn - trotz vier Boxenstopps.

Rosberg verwaltet Vorsprung

Die zweite Hälfte verlief dann nicht mehr ganz so chaotisch. Vorne verwaltete Rosberg eiskalt seinen Vorsprung, dahinter biss sich Vettel zunächst an Kwjat die Zähne aus. Doch nach dem letzten Reifenwechsel revanchierte sich der Heppenheimer für den Start, als er mit weicheren - also schnelleren - Reifen in der 37. Runde doch noch an dem Russen vorbeizog und sich Platz zwei holte.

Und auch Hamilton machte seine Ankündigung war: Er kämpfte um jeden Platz und zeigte eine wirklich spektakuläre Vorstellung. Doch Rosberg wird für ihn in diesem Jahr im Kampf um den Titel trotzdem nur ganz schwer zu schlagen sein.

SID

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