Auslieferungsantrag

Nach Festnahme: Teamchef Mallya wieder auf freiem Fuß

+
Vijay Mallya ist der Chef des Force-India-Rennstalls. Foto: Alex Cruz

London (dpa) - Der Formel-1-Teamchef Vijay Mallya ist nach seiner Festnahme in London wieder auf freiem Fuß. Wie die Polizei in einer Meldung bestätigte, hatte sie den 61-jährigen indischen Unternehmer zuvor wegen eines Auslieferungsantrags eines indischen Gerichts festgenommen.

Ein Staatssekretär des indischen Finanzministeriums bestätigte inzwischen, dass Mallya nach Zahlung einer Kaution wieder auf freiem Fuß ist. Der Betroffene selbst schrieb auf Twitter: "Der übliche indische Medienhype. Anhörung zur Auslieferung hat heute wie erwartet begonnen."

Mallya ist Chef und Eigentürmer des Force-India-Rennstalls. Der Unternehmer befindet sich bereits seit mehr als einem Jahr in Großbritannien. In Indien liegen mehrere Haftbefehle gegen ihn vor.

Mallya befindet sich in einem Rechtsstreit mit mehreren Banken in seinem Heimatland. Der Unternehmer schuldet den Geldhäusern laut deren Angaben mehr als 1,3 Milliarden Euro. Es handelt sich um Kredite und Verzugszinsen für seine Fluggesellschaft Kingfisher, die 2012 wegen Geldproblemen ihren Betrieb eingestellt hatte.

Die indischen Behörden versuchen bereits seit mehr als einem Jahr, Mallya zur Rückkehr nach Indien zu bewegen. Bereits im April 2016 hatte das indische Außenministerium seinen Ausweis für ungültig erklärt. Weil er jedoch ein gültiges Visum für Großbritannien besitzt, wurde er bisher nicht abgeschoben.

Pressemitteilung der Polizei in London

Vijay Mallya auf der Force-India-Homepage

Tweet von Vijay Mallya

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.