Olympia-Top-Ten: Superhelden und Wortakrobaten

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1. Unparteiische des Tages: Wurden für das Eishockey-Finale zwischen Kanada und Schweden angesetzt. Denn fünf der sechs Schieds- und Linienrichter kamen woher? Genau, aus Kanada. Und wer gewann am Ende? Klar, Kanada. Ist das unfair? Nein, ist es nicht, auch wenn die Entscheidung in Skandinavien für Verwunderung sorgte. Liebe Schweden, die besten Schiedsrichter der Welt kommen eben aus Kanada und den USA, weil sie in der NHL pfeifen. Also, nicht traurig sein, Silber ist doch auch toll, oder?
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2. Held des Tages: Heißt Javier Fernandez, ist Spanier und zweimaliger Europameister im Eiskunstlaufen. Bei der Abschlussgala in Sotschi tritt der 22-Jährige im Superman-Kostüm auf, lässt sich mit Wasser begießen und wird am Ende gefeiert wie der beste Medaillensammler aller Zeiten. Verrückt, diese Olympischen Spiele.
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3. Nachtrag des Tages: Wir müssen noch mal auf den Samstag zurückblicken. Wir müssen. Weil uns die Exoten so am Herz liegen. Hubertus von Hohenlohe, 55 Jahre, ältester Olympia-Teilnehmer, Ski-Prinz, und, und, und... In schwarzer Hose und Jacke mit rotem Kummerbund stürzte er sich den Slalom-Hang herunter, kam zu Fall und rutschte bis ins Ziel. Rückstand auf den Sieger: 52 Sekunden. Mexiko wird stolz auf seinen Starter sein. Und wir sind es irgendwie auch.
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4. Erfolgsgeheimnis des Tages: Verriet Tina Maze. Warum die slowenische Doppel-Olympiasiegerin so erfolgreich war? Ganz einfach: Die Skifahrerin spielt vor den Rennen mit ihrer Physiotherapeutin immer „Scrabble“ – das Brettspiel, bei dem man aus Buchstaben Worte bilden muss und Punkte bekommt. Es hat geklappt: Sie hat ihre Konkurrentinnen auf der Piste sprachlos stehengelassen.
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5. Einsatz des Tages: Die britische Skeleton-Olympiasiegerin Lizzy Yarnold ist eine gefragte Frau. Erst flog sie für die Aufzeichnung einer BBC-Talkshow von Sotschi nach London, zwei Tage später kehrte die 25-Jährige wieder ans Schwarze Meer zurück. Warum sie die 6000 Flugkilometer auf sich nahm? Weil sie gestern bei der Schlussfeier die Fahne ihres Landes trug. Das ist echter Einsatz.
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6. Rekordjubel des Tages I: Stammt heute mal nicht von einem Sportler. Sondern von ARD und ZDF. Zu feiern gibt es die höchste Olympia-Sehbeteiligung seit Lillehammer 1994. Im Schnitt verfolgten 3,63 Millionen Zuschauer die Übetragungen, Marktanteil: 27,6 Prozent. Meistgesehen wurde der Goldlauf von Rodler Felix Loch (9,21 Millionen/32,3 Prozent). Damit auch Gratulation zum Quotensieg.
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7. Rekordjubel des Tages II: Zugegeben, das deutsche Team hätte besser abschneiden können. Aber es kann sich trotzdem freuen, denn es bleibt im ewigen Medaillenspiegel von Winterspielen vorn. Wenn auch knapp. 137-mal Gold, 136-mal Silber und 106-mal Bronze bedeutet Platz eins vor Russland (137/103/102) und Norwegen (118/113/101). Wir sagen: Glück gehabt.
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8. Zahl des Tages: Ist wieder einmal eine ganz große, nämlich 517.500. So viel Euro muss der nationale Olympische Sportbund der Niederlande nämlich an seine Athleten an Prämien ausschütten. Für insgesamt 23 Medaillen. So weit so gut. Schlecht ist, dass die Holländer das reichhaltige Edelmetall ihrer Landsleute im Eisschnelllauf nicht auf der Rechnung hatten und diesmal keine Versicherung für den Medaillenrausch abschlossen. Zu Recht. Denn wer konnte denn ahnen, dass die im Eisschnelllauf so gut sind.
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9. Zitat des Tages: Passt zur Zahl des Tages und stammt von Alfons Hörmann, dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes. Er sagte: „Wenn ich vor der Wahl stehen würde, 20 Medaillen im Eisschnelllauf zu gewinnen oder zehn in fünf Sportarten, würde ich die zweite Variante nehmen.“ Geben Sie es zu Herr Hörmann, sie haben doch auch keine Versicherung gegen Eisschnelllauf-Medaillen, oder?

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