Kein Traum-Halbfinale

French Open: Thiem schaltet Djokovic aus

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Dominik Thiem trifft im Halbfinale nun auf Rafael Nadal. 

Überraschung bei den French Open: Der Österreicher Dominik Thiem hat Novak Djokovic im Viertelfinale aus dem Turnier geworfen. 

Paris - Das Gigantenduell von Paris ist geplatzt: Titelverteidiger Novak Djokovic (Serbien) verpasste durch ein überraschendes 6:7 (5:7), 3:6, 0:6 in 2:15 Stunden gegen den Österreicher Dominic Thiem (Nr. 6) das Halbfinale der French Open gegen Rafael Nadal und wartet damit seit einem Jahr auf seinen 13. Grand-Slam-Titel.

"Es ist hart, diese Niederlage zu kommentieren. Im dritten Satz hat bei mir nichts geklappt, bei ihm alles. Es ist ein Fakt, dass ich momentan nicht annähernd an meine beste Leistung herankomme. Und ich weiß das", sagte Djokovic.

Gala-Vorstellung des Österreichers im dritten Satz

Im dritten Satz führte Thiem den Weltranglistenzweiten Djokovic regelrecht vor. "Das tut mit jetzt ein bisschen weh. Das ist kein schönes Bild dieser Legende", sagte Eurosport-Experte Boris Becker, der Djokovic drei Jahre lang gecoacht hatte.

Dadurch kommt es im Stade Roland Garros nicht zum Traum-Halbfinale und dem insgesamt 51. Duell zwischen Djokovic und Sandplatzkönig Nadal. Der Spanier spielt nach seinem 6:2, 2:0-Abbruchsieg im Viertelfinale gegen seinen verletzten Landsmann Pablo Carreno Busta (Bauchmuskelzerrung) am Donnerstag nun gegen den letztjährigen Paris-Halbfinalisten Thiem.

Der 23-Jährige entzauberte Djokovic in einer zunächst unglaublich intensiven Viertelfinalpartie und feierte im sechsten Vergleich mit dem Serben seinen ersten Erfolg.

Djokovic weiter in der Krise

Auf Augenhöhe begegneten sich Thiem und Djokovic nur im 73-minütigen Auftaktsatz. Danach drängte der Österreicher seinen Gegner mit seinem mächtigen Grundlinienschlägen immer wieder in die Defensive.

Im vergangenen Mai war Thiem in der Vorschlussrunde des bedeutendsten Sandplatzturniers ausgerechnet an Djokovic gescheitert - und zwar klar in drei Sätzen.

Djokovic war nach dem Coup von Paris 2016, seinem vierten Grand-Slam-Titel nacheinander, in eine tiefe Sinnkrise geschlittert. Anfang Mai hatte der 30-Jährige, der bei den Australian Open 2017 als Titelverteidiger in der zweiten Runde gescheitert war, sein gesamtes Trainerteam entlassen.

Neue Inspiration soll Djokovic Ikone Andre Agassi geben. Der Amerikaner trainierte in Paris bereits mit dem Weltranglistenzweiten, reiste aber wie geplant am vergangenen Wochenende wieder ab.

sid

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