Vieles deutet auf Zweikampf hin

Freund? Prevc? Wer macht das Einzelspringen in Willingen?

Willingen. Severin Freund weiter in bestechender Form und Peter Prevc pokert: Alles deutet am Sonntag ab 15.45 Uhr (live bei ARD und Eurosport) beim Einzelspringen auf einen packenden Zweikampf hin – oder gibt es doch einen lachenden Dritten?

Freund hat trotz der kräftezehrenden Vierschanzentournee samt blauer Flecken vom Sturz beim Finale in Bischofshofen nie an einen Verzicht auf Willingen gedacht. Die Flüge von der Mühlenkopfschanze hinunter ins Strycktal sind für den 27-jährigen Münchner ein purer Genuss. Im Training am Freitag ging es schon weit auf 137,5 und, bei um zwei Luken verkürzten Anlauf, gar auf 140,5 m. Die Weite gelang ihm auch in der Qualifikation, es war damit der weiteste Sprung.

Keinen Versuch am Freitag wagte Peter Prevc, der überlegene Sieger der Vierschanzentournee gönnte sich einen weiteren Tag Erholung. Zum einen weiß der Slowene um seine aktuelle Stärke und zum anderen kennt er die Anlage im Strycktal. 2012 war er bereits zweimal Vierter, 2014 wurde er Dritter und im vergangenen Jahr Zweiter hinter Kamil Stoch und Vierter beim Sieg von Severin Freund. Folgt jetzt Platz eins, oder gelingt dem DSV-Adler die Revanche für die „Niederlage“ bei der Tournee?

Einen starken Eindruck hinterließ neben Freund auch dessen Mannschaftskollege Richard Freitag, der mit 147,5 m die Trainingsbestweite hinlegte. Abzuwarten bleibt, wie Stephan Leyhe mit dem enormen Druck umgeht. Der 24-jährige Lokalmatador bewältigte die Qualifikation mit 128,5 m als 18. Gestern, beim Teamspringen nicht dabei, ließ Bundestrainer Werner Schuster den den Schwalefelder erst gar nicht an die Schanze. Immerhin hat Leyhe schon einmal im Training die Mühlenkopfschanze nahe am Schanzenrekord fast ausgesprungen.

Bei idealen Bedingungen die 152 m des Finnen Janne Ahonen zu knacken, dazu sind aktuell insbesondere die Norweger Andreas Stjernen und Johann Forfang in der Lage. Aber auch die Österreicher haben trotz des vorzeitigen Saisonaus von Gregor Schlierenzauer wegen Formschwäche mit Michael Hayböck und Stefan Kraft zwei heiße Eisen im Feuer.

Rubriklistenbild: © dpa

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