Nordische Ski-WM

Freund und Wellinger überzeugen in Qualifikation

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Severin Freund bei seinem Trainingssprung

Falun - Carina Vogt hat vorgelegt, aber auch die DSV-Adler sind absolut in Medaillenstimmung: Mitfavorit Severin Freund und Rückkehrer Andreas Wellinger haben in der Qualifikation für die WM-Entscheidung von der Normalschanze aufgetrumpft.

Der automatisch für den Wettbewerb am Samstag (16.30 Uhr/ARD und Eurosport) qualifizierte Freund sprang auf starke 93,0 Meter, Wellinger belegte in Falun/Schweden mit einem Flug auf 91,0 Meter Rang vier unter den nicht vorqualifizierten Athleten.

Neben Wellinger (Ruhpolding) schafften auch Richard Freitag (Aue) und Marinus Kraus (Oberaudorf) auf den Plätzen neun und 14 problemlos den Sprung in das Feld der besten 50 Springer. Für eine Überraschung sorgte der Schweizer Simon Ammann. Der Doppel-Olympiasieger gewann fünf Wochen nach seinem schweren Sturz in Bischofshofen mit 93,5 Metern die Qualifikation vor dem Japaner Taku Takeuchi.

„Es wird langsam, Stück für Stück geht es vorwärts“, sagt Wellinger, der nach seinem Sturz Ende November in Kuusamo erst auf den letzten Drücker den Sprung zur WM geschafft hatte: „Für den Moment bin ich zufrieden. Ich springe wieder stabil und bin sehr nah an meinen alten Leistungen dran. Ich hoffe, dass der kleine Schritt noch gelingt.“

Wellinger hatte den Vorzug vor Markus Eisenbichler erhalten, der am Donnerstag zwar den ersten Trainingsdurchgang gewonnen hatte, bei der Qualifikation aber ebenso wie Michael Neumayer zuschauen musste. „Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, ich habe noch einen Trainingsbesten rausgenommen. Bei Markus ging die Tendenz eher nach unten, bei den anderen nach oben“, sagte Schuster.

Als Gehemimtipp entpuppte sich Piotr Zyla. Der schon in den Trainingsdurchgängen starke Pole belegte noch vor Wellinger den dritten Rang. Aus der Gruppe der Topstars zeigte neben Freund der japanische Oldie Noriaki Kasai den besten Sprung, auch der 42-Jährige landete erst nach 93 Metern. Vierschanzentournee-Gewinner Stefan Kraft verzichtete als einziger Adler auf die Qualifikation.

Freund und seine Teamkollegen können am Samstag ein kleines Stück deutsche Sportgeschichte schreiben: Seit der Wende konnte kein DSV-Springer Gold von der Normalschanze holen, zuvor waren sämtliche westdeutsche Athleten beim Anlauf auf den Titel gescheitert.

Der kleine Bakken war vielmehr eine Domäne für die DDR-Springer: Jens Weißflog siegte dreimal, Hans-Georg Aschenbach zweimal. Letzter übrigens 1974 eben in Falun, wo ihm sogar der Doppelschlag gelang. Vielleicht kein ganz schlechtes Omen für Freund.

SID

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