Lübecker Santiago effektiver

Frrokaj muss im Heimkampf gratulieren

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Harter Gegner: Auch wenn es hier nicht so aussieht, traf Ioannis Frrokaj (rechts) in Marco Santiago (BC Lübeck) auf einen Kontrahenten, der sich letztlich in der Mündener Jahnturnhalle durchsetzte. 

Nach dem Vergleichskampf gegen Florenz im Mai stand nun in der Mündener Jahnturnhalle die starke Lübecker Staffel als Gegner parat. Letztlich setzten sich die aus Braunschweig, Salzgitter, Hildesheim und Wolfenbüttel unterstützten Mündener mit 4:3-Siegen durch.

Und das, obwohl der Hauptkampf verloren ging. In diesem Leichtgewichtsduell standen sich das größte Mündener Talent, Ioannis Frrokaj (19), und der aus Peru stammende Lübecker Marco Santiago gegenüber. Beide lieferten sich über drei Runden einen recht ausgeglichenen Kampf, bei dem der Lübecker aber effektiver agierte und letztlich als Sieger nach Punkten erklärt wurde.

Ioannis Frrokaj meinte: „Am Ende hat mir die Kraft gefehlt und Marco war einfach aktiver bei den Schlägen.“ Trainer Bernd Kulle hatte bereits im Vorfeld darauf hingewiesen, dass Santiago angesichts von über 40 Kämpfen der deutlich erfahrenere Boxer sei. Das und eine vorausgegangene vierwöchige Trainings-Schutzsperre gegen Frrokaj (nach einem K.o. in einem Ländervergleichskampf) wirkten sich aus. Der gleichaltrige Santiago, der erst zwei seiner Kämpfe verloren hat, erhielt am Samstag zudem die Auszeichnung der Turnierleitung für den technisch besten Kampf.

Die rund 100 Zuschauer sahen insgesamt neun Kämpfe. Ein Duell musste abgesagt werden, da die im Vorfeld gemeldeten Kampfgewichte der Athleten am Samstag nicht übereinstimmten. Das trübte die Stimmung allerdings nicht. Ulrich Hackbarth aus Remlingen, Sportwart des Niedersächsischen Boxsport-Verbandes, sagte: „Wir haben hier gute Kämpfe gesehen. Auch die Nachwuchsboxer konnten sich bei dieser Veranstaltung angemessen präsentieren.“ Einer davon war Luka Andjic. Der Mündener stand an seinem zehnten Geburtstag zum ersten Mal offiziell im Ring. Sein Sparringskampf wurde unentschieden gewertet.

Den härtesten Schlag des Nachmittags zeigte der für die Mündener Kampfgemeinschaft antretende Veith Brandes (BC 72 Braunschweig) im Duell mit Kamal Issifou. Nach einem Kopftreffer ging der zuvor wacker dagegenhaltende Lübecker zu Boden, wo er auch liegen blieb. So musste sich Ringarzt Georg Fieseler doch einmal an diesem Nachmittag um einen Athleten kümmern. Nach kurzer Behandlung stand Issifou zur Urteilsverkündung wieder auf den Beinen.

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