Cristiano Ronaldo begeistert bei Reals 9:1

Top Fünf des Fußball-Wochenendes: Fünferpack und Traumtore

Der gefeierte Mann: Real Madrids Superstar Cristiano Ronaldo (rechts) traf fünfmal gegen Granada. Links im Bild: Gegenspieler Manuel Rolando Iturra. Foto: afp

Kassel. Tor-Bestmarken, Treffer fürs Geschichtsbuch, Trainer mit selbstgewähltem Redeverbot: Das Oster-Wochenende bot einige Kuriositäten und bemerkenswerte Geschichten. Hier ist unsere Top 5 des Wochenendes, die sich diesmal rund ums Thema Auslandsfußball dreht.

1.Der Außergalaktische: An ihm führt wieder mal kein Weg vorbei. Bestmarken hat Cristiano Ronaldo ja schon so viele aufgestellt, dass eine mehr kaum noch auffällt. Doch diese hier ist tatsächlich so bemerkenswert, dass selbst den spanischen Journalisten die Superlative ausgingen: Denn was der portugiesische Superstar in Diensten von Real Madrid beim 9:1 gegen den FC Granada ablieferte, war außergalaktisch: Er traf fünfmal. Er sorgte im Alleingang für den höchsten Sieg der Königlich-Galaktischen seit 48 Jahren. Und ihm gelang der schnellste Hattrick der spanischen Ligageschichte – drei Tore innerhalb von acht Minuten (30., 36., 38.). Ob Lionel Messi das wohl toppen kann? Wir bleiben am Ball.

2. Der Anführer: Cagliari Calcio hatte im Heimspiel der italienischen Serie A gegen Lazio Rom zunächst vieles richtig gemacht. Fragt sich nur, welcher Teufel die Verteidiger des Gastgebers in der 31. Minute geritten hat? Da legte Roms Stefano Mauri am Fünf-Meter-Raum für Stürmer Miroslav Klose ab – und der deutsche Stürmer hatte so viel Zeit und Platz, dass er das Leder auch noch problemlos im Kasten untergebracht hätte, wenn er vor dem Abschluss noch einen Salto vollführt hätte. Mit dem Treffer führte der „ewige Miro“ Lazio, das danach mehr Sicherheit in sein Spiel bekam, zum 3:1.

3. Der Aktionist: Eigentlich ist er um knackige Worte nicht verlegen. Nun aber bekam Vanderlei Luxemburgo die Zähne gar nicht erst auseinander. Der ehemalige brasilianische Nationaltrainer Vanderlei Luxemburgo (62), der derzeit den Erstligisten Flamengo aus Rio de Janeiro betreut, erschien zu einer Pressekonferenz mit zugeklebtem Mund. Er protestierte so gegen seine Zwei-Spiele-Sperre, nachdem er den regionalen Verband heftig kritisiert hatte.

4. Der Abgezockte:  Perfekt, brillant, raffiniert – zum Freistoßtreffer des deutschen Nationalspielers Mesut Özil beim 4:1-Heimsieg von Arsenal London in der Premier League über den FC Liverpool passen viele Adjektive. Sein Schuss aus halbrechter Position schlug halbhoch im linken Eck des Liverpooler Kastens ein. Nicht ausgeschlossen, dass sich Arsene Wenger das Tor des Musterschülers noch einige Male im Fernsehen angeschaut hat – inklusive sämtlicher Zeitlupen. Denn der nicht gerade für überschwängliche Freude bekannte Arsenal-Coach ballte nach dem Tor die Fäuste so wie Ex-Tennis-Star Boris Becker einst nach einem seiner Siege auf dem Heiligen Rasen von Wimbledon.

5.Der Abzieher: Ob Charlie Adam wohl den Paderborner Moritz Stoppelkamp kennt? Denn in Sachen Augenmaß stehen sich die beiden in nichts nach. Gut, in fast nichts. Bundesliga-Profi Stoppelkamp traf aus 82 Metern ins Hannoveraner Tor, der Schotte war gegen Chelsea ein wenig näher dran: Er sah, dass Thibaut Courtois viel zu weit vor seinem Kasten stand, zog einfach mal ab – und drin war der Ball. Dass sein Team Stoke City trotzdem 1:4 verlor, dürfte Adam sogar fast verschmerzen. Denn er gilt auf der Insel als heißer Kandidat fürs Tor des Jahres.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.