Fußball-Kreisliga

1:1 im Altkreis-Derby zwischen Gimte und Dransfeld - und keiner ist zufrieden

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Umkämpftes Derby: Die beiden Mannschaftskapitäne Yannik Nüsse (TuSpo Weser Gimte, unten) und Benjamin Mielenhausen (Dransfelder SC) liefern sich hier an der Seitenlinie einen erbitterten Zweikampf.

Mit einem 1:1 (0:0)-Unentschieden endete in der Fußball-Kreisliga das Derby zwischen dem TuSpo Weser Gimte und dem DSC Dransfeld. Nicht nur weil die Punkteteilung keinem der beiden abstiegsbedrohten Teams wirklich weiterhilft, waren beide Trainer nach dem Schlusspfiff mächtig angefressen.

„Ich bin total enttäuscht“, sagte Dzevad Gracic. Der TuSpo-Coach, der wegen akuter Personalnot mit seinen 41 Jahren erneut selbst die Fußballschuhe schnüren musste und als Innenverteidiger eine nahezu fehlerfreie Partie spielte, bemängelte die Kopflosigkeit, mit der seine Mannschaft über weite Strecken zu Werke gegangen war. „Anstatt den Ball laufen zu lassen, wollten meine Spieler mit dem Kopf durch die Wand und haben dem gut verteidigenden Gegner das Leben dadurch leicht gemacht“, sprach er von der „schlechtesten Saisonleistung“ neben dem Hinspiel in Dransfeld, das die Gimter mit 1:3 verloren hatten.

Dransfelds Spielertrainer Christopher Worbs war aus einem anderen Grund stocksauer. „Wir haben es 70 Minuten richtig gut gemacht und völlig verdient geführt, dann aber nach der Roten Karte für Gimte das Spielen komplett eingestellt und den Gegner so selbst wieder stark gemacht“, sagte er.

Tatsächlich waren es die Gäste, die – obwohl ersatzgeschwächt angetreten – bei ihrem ersten Auftritt nach der langen Winterpause über weite Strecken mehr vom Spiel hatten und sich die besseren Chancen erarbeiteten. Während Gimte die Verantwortung allzu sehr auf Ervin Glogic abwälzte, der auf sich gestellt in der Offensive aber nichts ausrichten konnte, kämpfte der DSC um jeden Ball und wäre nach einer halben Stunde beinahe durch Worbs in Führung gegangen. Seinen Schuss aus kurzer Distanz parierte TuSpo-Keeper Philip Schmand aber ebenso glänzend wie zwei Minuten vor der Pause einen Kopfball von Maik Pein.

Brachte die Trendwende: Der Gimter Oguzhan Özgen trifft hier per Handelfmeter zum 1:1-Ausgleich.

Nach einer guten Stunde brachte eine Standardsituation dann doch die Gästeführung. Ein lang getretener Freistoß von Christopher Worbs segelte durch den kompletten Gimter Strafraum und am langen Pfosten hatte der aufgerückte Innenverteidiger Dennis Eilers keine Mühe, das Leder ins lange Eck zu köpfen (61.).

Als Yasin Akman dann drei Minuten später die Sicherungen durchbrannten, er Worbs umgrätschte, obwohl der Schiri das Spiel längst unterbunden hatte und er dafür völlig zu Recht vorzeitig unter die Dusche geschickt wurde, schien die Partie gelaufen. Doch mit der Einwechslung von Oguzhan Özgen ging plötzlich ein Ruck durch die dezimierte Gimter Elf. Am Ende war es ein umstrittener Handelfmeter, der den Gastgebern den – letztlich etwas glücklichen – Punkt bescherte. Bei einer Abwehraktion sprang Nikolas Malecha der Ball an den (nach Meinung der Dransfelder angelegten) Arm, worauf der Schiri nach Rücksprache mit seinem Assistenten auf den Punkt zeigte. Eine Chance, die sich Oguzhan Özgen nicht entgehen ließ.

TuSpo Weser Gimte: P. Schmand – Hesske, Nüsse, Gracic, Kraft – Rusteberg (85. Krüger) – Maar (69. Demircan), Demirtas, J. Schmand (Özgen) – Glogic – Akman.

DSC Dransfeld: Lux – Hoffmann, Wilde, Eilers, Malecha (87. Lachmann) – Rühl (72. Nolte), Worbs, Wiesner – Pein, B. Mielenhausen, Diel (53. Vasiljevic).

Tore: 0:1 Eilers (61.), 1:1 Özgen (84./HE).

Platzverweis: Yasin Akman (Gimte/64.).

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