E-Sport: Am Wochenende wird online der DFB-ePokal ausgespielt

Bühler SV tritt an der PlayStation gegen den VfL Wolfsburg an

Am Start für den Bühler SV: (von links) Umran und Deniz Gümüz sowie Jonas Köpke treten am heutigen Freitag an der PlayStation beim DFB-ePokal gegen den VfL Wolfsburg an. In der nächsten Runde würde es gegen Bochum oder Hoffenheim gehen.
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Am Start für den Bühler SV: (von links) Umran und Deniz Gümüz sowie Jonas Köpke treten an der PlayStation beim DFB-ePokal gegen den VfL Wolfsburg an. In der nächsten Runde würde es gegen Bochum oder Hoffenheim gehen.

Erstmals wird am Wochenende der DFB-ePokal ausgespielt. Den gewinnt, wer online an der Spielekonsole das Fifa-21-Turnier gewinnt. Am Start ist auch der Bühler SV. Dazu Fragen und Antworten.

Was ist der DFB-EPokal?

E-Sport, also der Wettkampf gegen andere Personen an Computer oder Spielekonsole, gewinnt immer mehr an Bedeutung. Vor Corona strömten zu besonderen Veranstaltungen bereits tausende Zuschauer in die Hallen. In den vergangenen Jahren haben auch zahlreiche Sportverbände die Chancen erkannt, die E-Sport bietet. Der niedersächsische Fußballverband kürte beispielsweise erstmals 2019 einen Niedersachsenmeister. Auch eine „Virtual Bundesliga“ gibt es längst. Nun wird also, organisiert vom Deutschen Fußball-Bund, auch erstmals der DFB-ePokal vergeben.

Wer tritt für den Bühler SV an?

Kopf des Teams ist Jonas Köpke. Er ist schon länger passionierter PlayStation-Spieler und hat auch bereits Turniere besucht. Hinzu kommen Deniz und Umran Gümüz. Ihr Bruder Murat kickte früher für Bühle. Deniz und Umran haben bereits bei PS4-Turnieren im Rahmen der Bühler Sportwoche bewiesen, was sie drauf haben.

Wie hat es das Trio zum DFB-ePokal geschafft?

Über diverse Qualifikationsturniere. Das letzte fand Ende Februar statt. Im entscheidenden Duell besiegten die Bühler ihre Gegner von Tasmania Berlin mit 2:1 und sicherten sich damit ihr Ticket für die Hauptrunde.

Wie läuft das Turnier ab?

Geplant war die Endrunde ursprünglich als großes Event in Berlin. Corona machte das unmöglich, nun wird rein virtuell gezockt. Damit es dabei keine technischen Überraschungen gibt, bekamen die Teilnehmer vorab die nötige Ausrüstung zugeschickt. Am Start sind jeweils 32 Mannschaften an der PlayStation 4 und an der Xbox. Gespielt wird im klassischen K. o.-System. Wer verliert, ist raus. Los geht es am Freitag um 17 Uhr, das Finale ist für Sonntagnachmittag geplant. Die Sieger kassieren stolze 25 000 Euro, für Platz zwei gibt es 12 500 Euro. Die Dritten und Vierten bekommen jeweils 5000 Euro.

Kann man sich das Turnier irgendwo ansehen?

Ja. Über die Internetseite dfb-efootball.de gibt es alle nötigen Infos und auch einen Link zu Livestreams. Außerdem wird der TV-Sender ProSieben Maxx am Freitag ab 17 Uhr live übertragen. Welche Partien gezeigt werden, war noch nicht klar. Samstag und Sonntag ist ProSieben Maxx jeweils ab 12 Uhr ebenfalls live dabei.

Gibt es weitere heimische Starter?

Ja. Aus dem Nachbarkreis Göttingen-Osterode ist die SG Lenglern/Harste dabei. Deren Gegner heißt DJK TuS Körne. Lenglern/Harste war am vergangenen Wochenende noch Gastgeber eines Online-Vorbereitungsturniers, welches auch die Bühler Jungs genutzt haben, um gegen starke Konkurrenz zu testen.

Mit wem bekommen es die Bühler zu tun?

Mit dem VfL Wolfsburg! Der rühmt sich damit, im Jahr 2015 der erste Fußball-Bundesligist gewesen zu sein, der sich im E-Sport engagiert hat. Und die Gegner des BSV-Trios haben es tatsächlich in sich.

Nummer eins beim VfL ist Benedikt Saltzer. Noch nie gehört? Saltzer ist E-Sport-Profi, mehrfacher Deutscher Meister und Europameister sowie E-Nationalcoach. Bei der Weltmeisterschaft schaffte er es zudem bereits unter die besten Acht. Hinzu kommen Benedikt Bauer und Timo Siep - ebenso mehrfacher Deutscher Meister und Vize-Weltmeister.

Im Falle des Weiterkommens würde in der nächsten Runde der Sieger des Duells VfL Bochum gegen TSG Hoffenheim warten.

Wie stehen die Chancen des BSV-Trios, diese nächste Runde tatsächlich zu erreichen?

„Unsere Gegner sind Profis. Da wäre es schon ziemlich sensationell, wenn wir gewinnen würden. Aber nichts ist unmöglich. Wir sind unter den besten 32 Teams und haben etliche Konkurrenten hinter uns gelassen. Die Wolfsburger sollten uns also auf keinen Fall unterschätzen“, sagt Jonas Köpke, der ein passendes Beispiel aus dem „richtigen“ DFB-Pokal heranzieht. „Die sind wie Bayern München, dann wollen wir gern Holstein Kiel sein - natürlich ohne die später folgende Niederlage gegen Borussia Dortmund.“

Wie viel Training haben die Bühler Jungs hinter sich?

In der heißen Vorbereitungsphase vor dem Turnier kamen da bis zu drei Stunden am Tag zusammen. Auch das Studieren des Gegners kam dabei selbstverständlich nicht zu kurz. Köpke: „Wir haben die Spiele der Wolfsburger intensiv verfolgt, um mögliche Schwachstellen zu erkennen.“

Und was würde - im Fall der Fälle - mit den 25 000 Euro Preisgeld passieren?

„Darüber machen wir uns Gedanken, wenn es tatsächlich so weit ist. Aber eine Feier im Dorf wäre dann sicherlich drin.“ (Marco Washausen)

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