Fußball-Oberliga

3:1-Sieg! SVG Göttingen dominiert Start-Derby bei Eintracht Northeim

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Vorn Frust, hinten Freude: Die SVGer feiern in ihren neuen Camouflage-Trikots hier das 3:0 durch Nico Krenzek (Mitte), während Northeims Torben Glombitza den Blick gesenkt hat. Er hatte zuvor den Ball verloren. 

Aufsteiger SVG Göttingen hat einen Traumstart in die neue Saison der Fußball-Oberliga hingelegt. Beim neu formierten Nachbarn FC Eintracht Northeim setzte sich das Team am Sonntag vor 500 Zuschauern (mehr sind aktuell nicht erlaubt) verdient und sicher mit 3:1 (1:0) durch.

Was tat sich in den 90 Minuten?

„Die alten Hasen sind auf beiden Seiten nicht mehr dabei. Da wird es sofort voll zur Sache gehen“, hatte SVG-Trainer Dennis Erkner vor dem Duell prophezeit. Und die Teams auf dem Platz, die ziemlich sicher jüngsten der Oberliga, ließen Taten folgen. Auf schwungvolle Anfangsminuten der Göttinger versuchte die Eintracht, mit Kontern zu antworten.

Als sich die Fehlpässe auf beiden Seiten häuften, gab die SVG dem Derby durch den Führungstreffer von Nico Krenzek (21.) neues Futter. Die Zweikämpfe wurden intensiver. Göttingen hatte die Partie scheinbar bereits jetzt im Griff, war jedoch im Glück, als Maurice Weinhardt bei einem Konter nur die Latte traf (38.) und Massimo Röttger um Zentimeter am langen Pfosten vorbeischoss (45.+2).

Nach dem Wechsel sorgten die Jungs von Trainer Erkner schnell für klare Verhältnisse. Lukas Presch per Freistoß (50.) und erneut Krenzek nach Patzer in Northeims Hintermannschaft (52.) entschieden die Partie frühzeitig. Der Ehrentreffer für die Gastgeber war Kapitän Grunert vorbehalten (90.). Bitter: Nach der Partie musste dieser wegen einer Verletzung an der Hand ins Krankenhaus.

Geht das Ergebnis in Ordnung?

Ja. Die SVG stellte die abgeklärtere Mannschaft, hatte mehr Spielanteile, die besseren Chancen und gewann verdient. Die zwei schnellen Gegentreffer zum 0:2 und 0:3 nach der Pause waren Wirkungstreffer für die Northeimer. Starker Antreiber im Mittelfeld der Göttinger war der Ex-Northeimer Richard Hehn, der gegen seine alte Mannschaft Zweikampf um Zweikampf gewann und seine Nebenleute immer wieder gut in Szene setzte.

Kochten die Emotionen im Derby auch mal über?

Kaum. Ein bisschen hitziger wurde es lediglich in der 85. Minute, als Schiri Schulz Northeims Keeper Meyer Rot zeigte. Er hatte die Szene allerdings gar nicht richtig gesehen und ließ sich richtigerweise von seinem Assistenten korrigieren. Das Resultat: keine Karte für Meyer, dafür aber Gelb gegen den SVGer Al-Debek.

Was sagten die Trainer zum Spiel?

Dennis Erkner (SVG): „Das war fußballerisch zähe Kost von beiden Seiten. In der ersten Halbzeit hatten wir Glück. Da kann es auch 1:0 für Northeim stehen. Nach der Pause hatten wir 20 Minuten, in denen sich das Spiel entschieden hat.“

Jan Ringling (Eintracht): „Ich bin trotz der Niederlage zufrieden. Wir haben uns gerade in Durchgang eins auf schnelles Umschalten konzentriert und hatten zwei, drei gute Gelegenheiten. Davon hätten wir eine nutzen müssen. Super ist, dass wir auch nach dem 0:3 weiter mutig gespielt haben.“  mwa

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