Hallenfußball: Die Teams aus der Region fiebern dem morgigen Start des Sparkasse&VGH-Cups entgegen

„Adrenalinzufuhr ist noch höher“

Budenzauber in toller Atmosphäre: Morgen beginnt das internationale A-Juniorenturnier in der Göttinger Lokhalle. Am Sonntag steht der Sieger der 24. Auflage fest. Foto: Jelinek

Göttingen. Fußball unter dem Hallendach – das ist für viele Aktive eine nette Abwechslung zur Punktejagd unter freiem Himmel. Für einige südniedersächsische A-Junioren-Teams ist es derzeit aber weit mehr als nur das.

Denn das morgen beginnende internationale Turnier in der Göttinger Lokhalle zieht die Kicker der Region magisch in seinen Bann. Und zwar unabhängig davon, ob man einfach nur froh ist, beim Sparkasse&VGH-Cup (10. bis 13. Januar) lediglich dabei zu sein, oder ob man beim deutschlandweit bedeutendsten Turnier höhere Ziele verfolgt.Allein mit dem olympischen Gedanken gibt man sich beim JFV Northeim nicht zufrieden. „Unser Anspruch ist das Erreichen der Zwischenrunde“, sagt Trainer Michael Fraenkel selbstbewusst. Und dafür haben seine Aktiven viel getan. Fünf Wochen Vorbereitung liegen hinter dem Landesligisten, der sechs Hallentuniere spielte und zum speziellen Hallentraining sogar bis nach Goslar reiste. Damit alles ähnlich läuft wie im Vorjahr, als die Northeimer den Sprung in die Zwischenrunde schafften, Kopenhagen ein Remis abrangen, gleichzeitig auch die Titel „fairste Mannschaft“ und „treffsicherste regionale Mannschaft“ einheimsten. „Momentan fehlt den Jungs noch ein wenig die Ruhe und Cleverness vor dem Tor“, stellte Fraenkel beim Turnier in Dransfeld fest. Dort unterlagen die Northeimer dem Liga-Konkurrenten Sparta Göttingen mit 0:3. Am Freitag gibt’s ein Wiedersehen in der Lokhalle. „Dann wollen wir jubeln“, sagt Fraenkel.

Starke Trainingsbeteiligung

Jubeln durften in den vergangenen Wochen auch die Verantwortlichen des JFV Rhume-Oder. „Wir hatten eine fast hundertprozentige Trainingsbeteiligung und sind gut vorbereitet“, berichtet Frank Riechel, Betreuer des Bezirksligisten. Als härtesten Konkurrenten beim Erreichen des wichtigen vierten Tabellenplatzes hat der im vergangenen Sommer gegründete Verein die JSG Rotenberg ausgemacht. Im zweiten Turnierspiel am Donnerstag trifft das Team aus Bilshausen, Lindau, Wulften und Hattorf auf Rotenberg. Riechel: „Da wäre es schön, wenn wir gleich ein Zeichen für die Zwischenrunde setzen könnten. Wichtig ist auch, dass wir uns als neuer Verein gut präsentieren.“

Derby zu später Stunde

Einen guten sportlichen Eindruck wollen auch die Kicker der JSG Bollensen/Schoningen hinterlassen. Allein schon deshalb, weil der Bezirksliga-Vorletzte beim viertägigen Turnier von mehr als 400 Besuchern unterstützt wird. Eine größere Fan-Gruppe hat kein anderes der insgesamt 28 Teams. „Die kommen unseretwegen und wollen erfolgreichen Fußball sehen“, sagt Christofer Kraut vom Trainerduo. Und gemessen an den regionalen Konkurrenten ist Bollensen/Schoningen auch Favorit. „Wir sehen eine reelle Chance auf die Zwischenrunde“, sagt Kraut mit Blick auf die drei Kreisligisten. Ansonsten herrscht pure Freude auf das Turnier: „Wir haben eine gute Gruppe erwischt, und die späten Anstoßzeiten sind auch kein Problem. Da sind jedenfalls alle Spieler pünktlich in der Lokhalle.“

Mit fast 400 Fans dürfen sich die Spieler der JSG Hardegsen auf die zweitmeisten Fans freuen – auch wenn der Spielplangestalter ihnen Einiges abverlangt. Am Donnerstag steigt das brisante Derby gegen Nörten erst um 23.15 Uhr. „Das ist doch toll, um diese Uhrzeit ist die Adrenalinzufuhr noch höher! Unsere Vorgabe ist nicht das Weiterkommen, wir sind da realistisch. Wir wollen das Turnier genießen und Spaß haben“, betont Trainer Frank Schumacher. Seinem ersten Start überhaupt in der Lokhalle fiebert der Kreisligist dennoch voller Optimismus entgegen.

Nach einer Turnierpause hat sich aber auch die JSG Nörten sehr viel vorgenommen. „Wir sind alle heiß und bis in die Haarspitzen motiviert“, bekräftigt Trainer Christian Fitzl. Insgesamt 14 Spieler sollen es für den Kreisligisten richten. Dass einer der Kicker aus der Reihe fallen wird, ist eher unwahrscheinlich, immerhin kassierten die Nörtener gerade erst den Titel „fairstes Team in Northeim/Einbeck“.

Wie man in der Lokhalle überrascht, das wissen die meisten Spieler der SG Werratal ganz genau. Im vergangenen Jahr scheiterte der aktuelle Kreisliga-Spitzenreiter erst in der Zwischenrunde. Momentan hat Trainer Frank Hartig aber riesige Probleme. Beim Turnier in Dransfeld verletzte sich mit Torhüter Marco Beuermann ein echter Leistungsträger. Und weil ein Reserve-Keeper fehlt, steht mit Gerrit Hartig ein Feldspieler zwischen den Pfosten.

Von Ralf Walle

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