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„Dreier“-Pflicht: Altenlotheim gegen TuSpo als Gruppenliga-Abstiegskampf pur

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Keinen Ball preisgeben – unter dieser Devise dürften Altenlotheimer wie Mengeringhäuser die Partie am Samstag stellen. Das
Keinen Ball preisgeben – unter dieser Devise dürften Altenlotheimer wie Mengeringhäuser die Partie am Samstag stellen. Das Foto zeigt einen Zweikampf zwischen Manuel Neuschäfer vom TSV (rechts) und Dominik Lüdtke beim Treffen im April. © bb

Zufall oder nicht: Wie vor einem Jahr beschließt der TuSpo Mengeringhausen die Saison-Hinrunde in der Fußball-Gruppenliga gegen den TSV Altenlotheim. Ein Landkreis-Duell mit Druck.

Anders als vor einem Jahr stecken nun nicht allein die Grün-Weißen im Abstiegskampf, sondern auch ihr Gegner – die Teams, die sich am Samstag (17 Uhr) am Oberbach treffen, sind als 13. und 14. Nachbarn im Ranking.

Der TSV/FC Korbach hat am Sonntag den SC Edermünde zu Gast. Und der punktgleiche Tabellenvierte FC Schwalmstadt empfängt bereits am Samstag die SG Goddelsheim/Münden.

Zwei Gründe, warum Mengeringhausen gewinnen muss

Altenlotheim - Mengeringhausen (Sa., 17 Uhr). Die Trainer, die mit ihren Mannschaften aus den Waldecker Vergleichen bisher jeweils noch keine Punkte ziehen konnten, wissen, dass der Verlierer womöglich im ungemütlichsten Teil der Tabelle überwintern wird. „Zu punkten ist sehr wichtig, um sich eine vernünftige Ausgangssituation für das nächste Jahr zu erhalten“, sagt TSV-Trainer Robin Wissemann.

Sein TuSpo-Kollege Patrick Gries geht noch etwas weiter. „Wir müssen in der Konstellation gewinnen“, sagt er. Mit der „Konstellation“ meint er zweierlei. Einmal haben die Mengeringhäuser beim 2:2 vor einer Woche gegen den 1. FC Schwalmstadt die Erfahrung gemacht, dass sie es – trotz eines gewissen Chancenwuchers – können. „Das war taktisch die beste Leistung, seitdem ich in Mengeringhausen bin. Das habe ich den Jungs auch gesagt“, berichtet Gries und ist sich sicher: „Wir müssen an diese Leistung anknüpfen, dann wird es auch Altenlotheim schwer haben.“

Altenlotheim muss weiter alles mobilisieren, was zur Verfügung steht

Zum anderen sind da die gravierenden Personalnöte des TSV. Gries weiß, dass sie dem TuSpo in die Karten spielen könnten. Zumal er selbst nach dem Stand der Dinge mit „voller Kapelle“ an den Oberbach kommt. Ausgemacht aber ist deshalb überhaupt nichts. „Wir dürfen die Altenlotheimer auf gar keinen Fall unterschätzen“, betont Gries, „die wissen um ihre Situation und gehören da unten genauso wenig hin wie ich uns da unten sehe.“

In der vergangenen Saison entschied der TSV beide Vergleiche mit dem TuSpo für sich. Eine wie auch immer nuancierte Favoritenrolle mag Wissemann weder daraus noch aus dem Heimvorteil ableiten. „Mengeringhausen hat gute offensive Kräfte, die immer gefährliche Dinge kreieren. Es fehlt ihnen nur an einem richtigen Vollstrecker“, sagt er.

Zudem könne der Gast derzeit seine sämtlichen Stammspieler aufbieten. „Wir müssen alles mobilisieren, was wir im Moment zur Verfügung haben, um dagegen zu halten.“ Wissemann setzt darauf, dass Markus Dippel (Grippe) und Raphael Menkel (Zerrung) zurückkommen. Fraglich nennt er einen Einsatz seines Bruders Patrick. Fabian Erber (privat verhindert) werde fehlen.

Wer auch immer auflaufen wird, Robin Wissemann ahnt: „Eventuell wird es nicht das schönste Spiel, allerdings erwarte ich einen harten Kampf auf beiden Seiten.“  

Fresen: Punkten, um beruhigt die Pause zu genießen

Schwalmstadt – Goddelsheim/Münden (Sa., 15 Uhr, Treysa). Zum Abschluss der Hinrunde erwartet die Lichtenfelser eine „schwere Aufgabe“, wie SG-Trainer Jens Fresen sagt. Schließlich steht der 1. FC als Vierter der Tabelle fünf Punkte und zwei Plätze vor seiner Mannschaft, dazu wird auf Kunstrasen gespielt. Die Schwälmer haben aber gerade ihr Kratzen, sie erzielten in den letzten vier Spielen nur einen Punkt und den beim 2:2 in Mengeringhausen glücklich; als Beobachter zogen Karl-Reinhard und Uli Grosche aus dem SG-Vorstand ihre Schlüsse.

Fresen sagt also auch, die SG wolle vor dem Winter „noch ein paar Punkte sammeln, um beruhigt die Pause zu genießen“. Das 6:1 über Homberg könnte Schub geben; auch ihre zwei Siege in der Vorsaison gegen den 1. FC sprechen nicht gegen die Gäste. Die Fahrt nach Treysa werden Daniel und Steffen Butterweck, Niklas Göbel und Nils Grosche sowie Keeper Manuel Mitze nicht antreten. Auch der zuletzt starke Defensivspieler Eike Stracke fehlt, er startet am Sonntag beim Frankfurt-Marathon.

Tenbusch: Punkten und besser spielen

Trotzdem will Trainer Fresen nicht ohne „etwas Zählbares nach Hause fahren“. Der Kader sei groß und ausgeglichen, das erlaube es immer wieder, Ausfälle aufzufangen. „Alle werden gebraucht und das wissen die Jungs auch“, lobt der Trainer die Einstellung seiner Spieler.

Korbach – Edermünde (So., 15 Uhr). Bestes Auswärtsteam der Hinrunde, als Rangdritter stärkster Aufsteiger: Der TSV/FC spielt bisher eine sehr überzeugende Comeback-Saison. „Das hätten wir so nicht erwartet“, sagt Trainer Uwe Tenbusch, die junge Mannschaft habe ihr Potenzial „optimal ausgeschöpft“. Auch die Zuschauer finden Gefallen an den oft erfrischenden Darbietungen; auch auswärts gebe es Unterstützung durch die Fans, sagt Tenbusch.

Der Auftritt zuletzt beim 3:1 in Besse auf tiefem Platz verlangte allerdings eine gewisse Toleranz vom Publikum. Der Trainer sagt deshalb für die Partie gegen den Ligazehnten Edermünde: „Ziel ist es, die drei Punkte zu behalten und technisch besseren Fußball zu spielen als in Besse.“ Der Kader lässt ihm alle Möglichkeiten, da Niklas Nowotny aus seinem Kurzurlaub zurückgekehrt ist.

Die Gäste haben mit ihrem Gastgeber gemeinsam, dass sie auswärts häufiger gepunktet haben als auf ihrem Platz; das Missverhältnis ist bei 10:7 Zählern aber weniger ausgeprägt als beim TSV/FC (19:7). Wer da auf die Hauer kommt, kann sich Tenbusch von seinem Altenlotheimer Kollegen Robin Wissemann erzählen lassen, der am Sonntag mit dem TSV 0:3 in Edermünde verlor.  (bb/mn)

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