Im Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga trennen sich Werratal und Osterode 2:2

Armbrust gleicht noch aus

Hier klappt es noch nicht: Werratals Kai Armbrust (vorne) wird von Ruzhdi Rahmani zu Fall gebracht. Später traf Armbrust aber zum Ausgleich. Fotos: Brandenstein

Hedemünden. Sowohl die SG Werratal als auch Dostluk Spor Osterode wahrten gestern Nachmittag den Nimbus der Unbesiegbarkeit. Mit dem 2:2 (1:2) konnten beide Fußball-Bezirksligisten leben. „Einen 0:2-Rückstand gegen diese Abwehr aufzuholen, das ist nun wirklich nicht einfach“, gewann SGW-Trainer Thomas Hellmich der Partie eher Positives ab. Auch die Zuschauer in Hedemünden hatten das offensichtlich so empfunden, denn sie spendeten nach dem Abpfiff kräftigen Applaus.

Da machte es auch nichts, dass Hellmichs Mannschaft im vierten Saisonheimspiel den ersten Punkt abgeben musste. Die SG Werratal bleibt Tabellenführer, nur der Vorsprung auf die in Sudheim siegreichen Gimter hat sich auf drei Punkte reduziert.

Traumtore weggesteckt

In der ersten Halbzeit gegen die Osteröder gerieten die Werrataler zum ersten Mal seit langer Zeit auf eigenem Platz gehörig unter Druck. „Wir sind nicht in die Zweikämpfe reingekommen“, meinte Thomas Hellmich, „da uns Osterode technisch überlegen war.“ Auch in der Zweikampfführung waren die Gäste oft einen Schritt voraus. So konnten sich die Gastgeber nie über die Flügel durchsetzen, und im Zentrum schien Abwehrorganisator Samir Selmi die Bälle förmlich anzuziehen. Hinten also lange Zeit sicher und vorne brandgefährlich mit zwei wirklichen Traumtoren: Wagner nahm den Ball aus 20 Metern als Halbvolley, das Leder drehte sich ins lange Toreck (19.). Wenig später toppte Michael Misch dieses Tor noch, indem er eine Flanke aus spitzem Winkel volley in die Maschen setzte.

Gut, dass den Gastgebern noch vor der Pause der Anschlusstreffer durch Marc Glatters Freistoßtreffer gelang. So konnte für den zweiten Durchgang noch gehofft werden.

Thomas Hellmich setzte mit der Einwechslung von Offensivakteur Florian Grieben das entsprechende Signal. Jetzt war vor dem Osteröder Tor weitaus mehr Betrieb, wenn auch die ganz großen Möglichkeiten lange ausblieben. Spielerisch war gegen diesen Gegner nur wenig möglich, also musste eine Einzelaktion her. Den nötigen Geistesblitz hatte Kai Armbrust nach 66 Spielminuten: Er lupfte den Ball an seinem Bewacher Rahmani vorbei und zog aus 10 Metern halblinke Position entschlossen ab. Der Ball rauschte zum umjubelten Ausgleich in die Maschen.

Florian Grieben besaß sogar noch die Großchance zum Sieg (75.) Der eingewechselte Tim Ogrodnik hatte zunächst geschossen, den in Richtung Grundlinie abgewehrten Ball konnte Grieben aber nur über den Kasten setzen. Es blieb beim alles in allem gerechten Unentschieden.

SG Werratal: Holzschneider - Stapel, B. Grieben, Lehne, Selmigkeit - Tessmar (46. F. Grieben), Schuster, Mackenroth (58. Rönnfeldt), Suslik (75. Ogrodnik) - Glatter - Armbrust.

Tore: 0:1 Wagner (19.), 0:2 Misch (35.), 1:2 Glatter (38.), 2:2 Armbrust (66.).

Von Manuel Brandenstein

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