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Auch Heine und Kuhnhenne fehlen Willingen beim Spiel in Lehnerz

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Von: Gerhard Menkel

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Appelle an den Zusammenhalt: Dardan Kodra will, dass alle am selben Strang ziehen.
Appelle an den Zusammenhalt: Dardan Kodra will, dass alle am selben Strang ziehen. © Artur Worobiow

Auf der Facebook-Seite der Fußballer des SC Willingen datiert die neueste Meldung vom 10. Juni. So lange dauert die Minusserie des Verbandsligisten nicht an, zieht sich aber auch schon bald über einen Monat.

Und am Sonntag steigt die Mannschaft von Dardan Kodra in den Bus nach Fulda-Lehnerz, wo sie es mit der SG Barockstadt II zu tun bekommt, den Rangvierten. Wenn sie im Stadion ausgerechnet am Galgengraben das Ruder herumreißen sollte, sie hätte den Respekt der ganzen Liga.

Die Zeichen deuten, vorsichtig gesagt, nicht zwingend darauf hin. Denn am Sonntag fehlen aus privatem Anlass nicht nur weiter Tim Albrecht, sondern auch Christian Kuhnhenne und Florian Heine, der acht der bisher zwölf SCW-Treffer erzielt hat. Ob der von bösen Rückenschmerzen betroffene Matthias Bott auflaufen kann, ist mindestens mal höchst ungewiss. „Das macht die Situation nicht einfacher“, sagt Trainer Kodra. Der spürbaren Verunsicherung werden diese Personalien auch nicht entgegenwirken.

Willingens Trainer Kodra: „Jeder muss begreifen, um was es geht“

Kodra wird in dieser Lage grundsätzlich. „Wir haben der Mannschaft klar gesagt, dass sich was ändern muss“, berichtet er. Auf dem Platz: Sie müsse ihre Angriffe deutlicher zu Ende zu spielen, und in der Defensive kompakter verteidigen, die Bälle „bis zur letzten Aktion weg blocken“. Neben dem Platz: Jeder müsse begreifen, „um was es geht: nicht um einzelne Personen, sondern um den Gesamtverein“. In diesem Punkt nimmt Kodra keineswegs nur die Aktiven in die Pflicht, sondern auch, wie er sagt, die Verantwortlichen, sich selbst eingeschlossen. „Ich sitze ja im selben Boot.“

Schuldzuweisungen gebe es nicht, beteuert Kodra. Das sei nicht zielführend. „Es geht darum, gemeinsam einen Plan zu entwickeln, wie wir da unten raus kommen können – mit den Mitteln, die wir zur Verfügung haben.“ Der Übungsleiter entwirft zwei Zukunftsszenarien. Das eine: alle ziehen an einem Strang und krempeln die Ärmel auf. „Die zweite Option ist, es weiter so laufen zu lassen.“ Auf diese und die Konsequenz Abstieg hätten aber weder die Spieler noch die Trainer Lust. „Wir wollen versuchen, das, was wir beeinflussen können, in die richtige Richtung zu lenken. Damit fangen wir schon am besten am Sonntag an.“

Das ist ehrgeizig. Zumal Kodra angesichts der Ausfälle wie eigentlich vor bisher jeder Partie die Startelf neu zusammenstellen muss. Die fehlende Kontinuität sei schwierig, sagt er, „das müssen wir aber im Moment so hinnehmen“. Barockstadt II ist für den SCW-Coach angesichts all der Umstände ein „denkbar unangenehmer Gegner“.

Tapfer verweist er auf den Auftritt in Flieden, als der SCW ebenfalls als klarer Außenseiter auflief, gegen den Tabellenführer dann trotz des 1:3 am Rande eines Punktgewinns stand. Kodra: „Wir müssen versuchen, auch gegen solche Gegner unsere Punkte zu holen, die wir bisher eben nicht geholt haben.“ (Gerhard Menkel)

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