Vierfachtorschützen und besondere Schuhe

Auffälligkeiten vom Fußball-Wochenende: Ein Hattrick in sechs Minuten

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Ballkünstler: Bergshausens Mounir Boukhoutta (rechts) hier noch im Dress des FSC Lohfelden, besticht durch Torgefahr und technische Fertigkeiten.

Nicht nur Vierfachtorschützen erregten im heimischen Fußball Aufsehen, sondern auch das Schuhwerk. Zudem sind sechs Tore in 20 Minuten nicht alltäglich. Die Auffälligkeiten.

Die Torjäger

Mounier Boukhoutta war nach einem 0:2-Rückstand im Spiel der Kreisoberliga gegen Rothwesten mit vier Toren Garant des Sieges für den Tabellenzweiten FSV Bergshausen. Es war bereits sein zweiter Viererpack in dieser Spielzeit. Den ersten erzielte er beim 7:2-Sieg gegen Olympia. 

Damit steht er nun bei zwölf Toren. Auf acht Treffer bringt es der Sandershäuser Marcel Jacobi, der beim Sandershäuser 8:0-Sieg gegen den AFC Kassel ebenfalls viermal erfolgreich war. Auch der Ex-Vellmarer Pascal Kemper ließ sich nicht bitten und erzielte beim Dörnberger 6:2-Erfolg gegen Wolfhagen vier Tore.

Einen Hattrick schaffte mit Jannik Kleinschmidt der ehemalige Vellmarer für die Reserve des Tuspo Grebenstein beim 4:3 (0:3)-Sieg in Schauenburg. Seine drei Tore schoss der Stürmer innerhalb von nur sechs Minuten.

Brüder retten Wölfe

0:1 lag Kreisoberliga-Spitzenreiter TSV Wolfsanger gegen den FC Bosporus zurück. Es sah lange Zeit danach aus, als sollten die Wölfe im siebten Spiel erstmals keinen Dreier einfahren. Letztlich ging es aber doch noch gut. Den Ausgleich zum 1:1 erzielte der 18 Jahre alte Patrick Ziegler mit einem Treffer Marke Traumtor. Als sich beide Seiten schon auf ein Unentschieden eingestellt hatten, schlug dann Zieglers Bruder Robert Omazic zu und traf in der Nachspielzeit zum 2:1. 

Ein hochverdienter Sieg für den Spitzenreiter. Bleibt nur die Frage: Omazic Bruder von Ziegler? Robert, der Ältere, klärt auf: „Wir sind beide in Hofgeismar geboren, ich als der Ältere bekam den Nachnamen meines Vaters. Als Patrick geboren wurde, erhielt er den Mädchennamen meiner Mutter, die einen Doppelnamen trägt.“ Und alle wohnen in Immenhausen gemeinsam unter einem Dach.

Der kaputte Schuh

Dass man auch mit kaputten, von Klebeband zusammengehaltenen, Fußballschuhen Tore schießen kann, bewies Matthias Hartwig. Im Gruppenligaspiel des OSC Vellmar II gelang ihm gegen den VfL Kassel das 1:0. Mit links, mit besagtem Stiefel. „Ich hatte ja schon neue Schuhe gekauft. Aber sie waren zu klein und ich habe sie wieder verkauft“, sagte der 32-Jährige. 

Ob er sich nun doch wieder andere zulegt? „Weiß ich nicht, jetzt, wo ich damit getroffen habe.“ Zudem gab es Flachs der Kollegen. Diese mutmaßten, Hartwig verfüge als Vater seiner fünf Monate alten Tochter Greta nicht mehr über die Mittel zum Kauf der Schuhe.

20 tolle Minuten

Sechs Treffer in 20 Minuten wie beim Spiel zwischen Reichensachsen und Vollmarshausen gibt es auch in der Gruppenliga nur selten. Die Torflut begann mit dem 2:2-Ausgleich der Gäste (45.) und endete mit dem 5:4-Siegtreffer des SVR. 

„Unsere Hintermannschaft sah bei drei Standards nicht gut aus. Jeder hat sich auf den Anderen verlassen“, sagte FSK-Trainer Jens Alter und bedauerte: „Da machst du auswärts vier Stück, und dann bekommst du fünf.“ Zumal es Reichensachsen in acht Partien zuvor nur auf acht Tore brachte. 

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