1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball regional

Aufstiegsrunde der Kreisoberliga: SG Adorf dreht Spiel – Volkmarser setzen 5:0-Ausrufezeichen

Erstellt:

Von: Dirk Schäfer

Kommentare

Nicht weiter als bis hier: Volkmarsens Kapitän Jona Wießner (rechts) wird von Justin Schäfer (links) und Alexander Figge (Hö/Mei) gestoppt.
Nicht weiter als bis hier: Volkmarsens Kapitän Jona Wießner (rechts) wird von Justin Schäfer (links) und Alexander Figge (Hö/Mei) gestoppt. © Werner Spitzkopf

Ein bisschen Historie: VfR Volkmarsen heißt der erste Tabellenführer einer Kreisoberliga-Aufstiegsrunde im Fußballkreis Waldeck.

Die Wiegand-Elf besiegte am Sonntag die SG Höringhausen überraschend deutlich. Nichts zu deuteln gab es auch am Sieg der SG Adorf/Vasbeck, die nach etwas Anlauf die Edertaler Eintracht mit 4:2 bezwang. Der TSV/FC Korbach kam bei der SG Wesetal diesmal nicht ins Straucheln und startete ebenfalls siegreich.

Volkmarsen – Höringhausen/Meineringhausen 5:0 (3:0). Tore: 1:0 Jari Kuhaupt (1.), 2:0 Jannik Herbold (18.), 3:0, 4:0 Felix Kleinschmidt (35., 82.), 5:0 Eigentor Julian Benner (84.).
Schon nach gut 30 Sekunden zappelte der Ball im Netz: Nach einer Flanke spitzelte Jari Kuhaupt das Leder vor SG-Schlussmann Bracht ins kurze Eck. Und für die ersatzgeschwächt angetretenen Gäste sollte es mehr sein als nur ein kurzer Schrecken. Über 90 Minuten konnte sich „Hö/Mei“ kaum Spielanteile oder Torraumszenen erarbeiten. Die Volkmarser hingegen agierten aus einer sehr guten Abwehr ballsicher und konnte nach dem 3:0-Pausenstand die Partie relativ locker nach Hause spielen. Am treffsichersten war Felix Kleinschmidt mit „zweieinhalb“ Toren. Beim dritten wurde sein Freistoß von Jannik Herbold noch abgelenkt.

„Der Gegner war nicht in Topform, wir werden das Ergebnis nicht überbewerten, freuen uns aber über den Superstart“, sagte VfR-Coach Matthias Wiegand. Sein Gegenüber Martin Wagner monierte, seine Elf habe ihre fußballerischen Qualitäten nicht auf den Platz gebracht. „Daher geht das Ergebnis auch in dieser Höhe voll in Ordnung.“

Wesetal – TSV Korbach 1:3 (0:2). Tore: 0:1 Fabian Jaslar (28.), 0:2 Bjarne Deselaers (40.), 1:2 Alen Muratovic (84.), 1:3 Niklas Nowotny (90.+7).
Die Gastgeber kämpften gut, die Korbacher waren aber ballsicherer, vor allem in Durchgang eins oft einen Schritt schneller und siegten daher nicht unverdient. Glück und Pech lagen aus Wesetaler Sicht zunächst dicht beieinander. Ein SG-Spieler dachte, er bekäme ein Foul zugesprochen und ließ sich auf den Ball fallen. Stattdessen entschied der Schiri aber auf Handelfmeter. Glück: Heim-Keeper Mathis Heder wehrte den Elfer von Argjend Muharremi ab. Pech: Fabian Jaslar stand goldrichtig und traf im Nachschuss zum 0:1. Nach einer Klasse-Aktion von Bjarne Deselaers stand es 2:0 für Korbach: Der Youngster zog aus 20 Metern trocken ab.

Nach dem Wechsel wurde Wesetal etwas stärker. Belohnt wurde die Heimelf aber erst in der Endphase durch Alen Muratovics Freistoß aus 18 Metern. Der Endspurt brachte nicht mehr den Ausgleich. Niklas Nowotny machte in der Nachspielzeit nach einem Konter alles klar. „Wir wollten Korbach das Leben so schwer wie möglich machen. Das haben wir geschafft“, war SG-Trainer Daniel Döring nicht unzufrieden. 

Adorf/Vasbeck – Edertal (0:1). Tore: 0:1 Tim Ellenberg (29.), 1:1:, 2:1 André Böhle (64.,/HEM, 67.), 3:1 Lukas Bornemann (72.), 3:2 Fabian Feldmann (82.), 4:2 André Böhle (90.).
Die Anfangsphase lief gar nicht nach den Vorstellungen der Diemelseer: Schon nach fünf Minuten hatten André Böhle und Konstantin Lizenberger zwei dicke Chancen verballert, dann musste Roman Lizenberger verletzt ausgewechselt werden, was die Heimelf spielerisch zusätzlich hemmte. Dann stellte Tim Ellenbergers Alleingang zum Edertaler 1:0 auch noch den Spielverlauf auf den Kopf. Und Lizenbergers Kopfball nach Ecke fand nicht den Weg ins Tornetz.

Zweite Halbzeit, andere SG: Auf dem schwer bespielbaren Platz agierte Adorf/Vasbeck druckvoller und drehte das Spiel zu seinen Gunsten. Böhle schnürte dabei einen Dreierpack und erzielte dabei die Tore genau im richtigen Moment. Nach eine, Handelfmeter drückte er den Ball aus drei Metern zum 2:1 über die Linie. Felix Behle legte wenig später bei einem Konter für Lukas Bornemann auf, der im Sechzehner den Ball ins Dreieck bugsierte. Gelaufen war die Sache aber noch nicht, weil die Eintracht nicht aufsteckte und verkürzte: Ein Freistoß prallte an der Mauer ab, den zweiten Versuch setzte Fabian Feldmann ins Tor (82.). In Unterzahl nach Zeitstrafe gegen Pohlmann musste die Willeke-Elf zittern, aber Böhle machte nach Foul an Bornemann aus elf Metern den Sack zu.

Abstiegsrunde: FSG und Lelbach/Rhena reichen gut 30 Minuten

Die ersten drei Punkte der Hypothek sind wettgemacht: Die FSG Buchenberg ist mit einem Heimsieg in die Abstiegsrunde der Kreisoberliga gestartet. Keine Chance auf eine direkte Antwort hatte die SG Edertal. Aufgrund zu vieler Coronafälle im Team musste die Partie gegen Usseln abgesagt werden. Neuer Termin: 30. März.

Bad Arolsen – Freienhagen/Sachsenhausen 1:1 (1:1). Tore: 1:0 Kevin Sobotta (5.), 1:1 Tom Wehowsky (6.).
Die Arolser gingen ersatzgeschwächt ins Topspiel der Abstiegsrunde (Erster gegen Zweiter). Trainer Torsten Mähl fehlt wegen Krankheit beim TuS, das Coaching übernahm Artur Berger, auch wenn seine Fähigkeiten dafür auf dem Feld fehlten. Toremäßig war nach sechs Minuten der Spuk vorbei. Im ausgeglichenen ersten Durchgang hatten auch danach beide ihre Chancen. Nach der Pause spielte nur noch Arolsen, während die Gäste noch einmal gefährlich aufs Tor schossen. Die Chancenverwertung ließ bei den Gastgebern aber zu wünschen übrig, um einen Dreier einzufahren.

Buchenberg/Ederbringhausen – Bad Wildungen/Friedrichstein II (3:0). Tore: 1:0 Marvin Brussmann (15.), 2:0 Tobias Materna (17.), 3:0 Hendrik Groß (29.).
Ein kurioses Spiel brachte der FSG drei wichtige Punkte, die aber unterm Strich etwas schmeichelhaft waren, obwohl die Platzherren stark loslegten und schon nach einer halben Stunde 3:0 führten. Der Schuss von Hendrik Groß war, so FSG-Sprecher Bernd Backhaus, „noch weniger als ein Schüsschen“. Aber Wildungens Torhüter Johannes Binder ließ den Ball zum 0:3 durch seine Beine kullern.

Wildungens erste Chance (37.) war quasi ein Wendepunkt im Spiel. „Ab jetzt spielte nur noch der Gast. Unsere Mannschaft wurde auch in der Halbzeit nicht wachgerüttelt“, so Backhaus. Die SG-Reserve hatte allerdings das Problem, dass sie aus dem deutlichen Plus an Spielanteilen kein Kapital schlagen konnte. Schubert scheiterte noch vor dem Wechsel am Pfosten (39.). Keeper Hamel parierte gegen Schengel (45.+1) und im zweiten Durchgang mehrere Male gegen die Wildunger Offensive. Auf der Gegenseite zeigte Binder zweimal im Eins gegen Eins gegen Marvin Brussmann, dass er es besser kann.

Sehr gekonnt war nach Meinung der Hausherren die Leistung von Schiedsrichter Carsten Sunkowsky. 

Eppe/Nieder-Schleidern - Lelbach/Rhena 0:4 (0:3). Tore: 0:1, 0:3 Johannes Müller (12., 33.), 0:2 Tobias Schumann (26.), 0:4 Marvin Schade (90.).
„Da war von Anfang an nichts drin für uns“, konstatierte Eppes Sprecher Dirk Emde. Lelbach/Rhena sei giftiger und spritziger und sicherer im Passspiel gewesen, während das Aufbauspiel der SG Eppe zerfahren war. Als die Heim-Abwehr schlief, nutzte Johannes Müller das zum 0:1, Tobias Schumanns Treffer war schön herausgespielt. Müllers Dropkick war schon eine Art Vorentscheidung. Dass Joshua Schwendt per Strafstoß an Nikolai Mühlhausen scheiterte (21.), wirkte sich nicht aus.  

Nach dem Wechsel konnten die Gäste einen Gang zurückschalten, ohne dass die Emde-Elf besser ins Spiel kam. Nach Vorarbeit von Karsten Trachte setzte Marvin Schade den Tore-Schlusspunkt.

Berndorf – Willingen II 1:2 (0:2). Tore: 0:1, 0:2 Jan Hendrik Keindl (39., 42.), 1:2 Martin Kaiser (54.). „Die Niederlage tut uns schon weh, weil wir keineswegs die schlechtere Mannschaft waren“, berichtete Jürgen Ihlefeld vom erfolglosen Auftakt der Berndorfer. Der TSV-Trainer sah eine „sehr unglückliche Niederlage“, sie spiegele den Verlauf der Partie nicht wider. Vor allem aufgrund der zweiten Halbzeit, in der unter anderem Kaiser per Kopf die Latte traf (65.), hatte Berndorf einen Punkt verdient. Die Willinger hatten spielerisch und auch kräftemäßig nicht viel entgegen zu setzen.

Mengeringhausen II – Blau-Gelb 1:1 (0:0). Tore: 0:1 Zafer Birinci (68.), 1:1 Niklas Bärtl (90.+8). Außer zwei recht zufällig gefallenen Toren gab es sehr wenig zu berichten, so das Fazit von der Hagenstraße: Ein schlechter Platz trug sein Übriges bei zu einem Kellerduell auf, laut Thomas Mertens, „erschreckendem Niveau“. Birinci, am Rande der Abseitslinie stehend, traf nach Pass von Hasan Satici. In der langen Nachspielzeit fiel Bärtl nach Greger-Freistoß der Ball vor dem Tor vor die Füße. Ansonsten war TuSpo-Keeper Daniel Roschanski bei den wenigen Chancen stets Sieger gegen Birinci. (schä)

Auch interessant

Kommentare