Hoffnung am Hochzeitsweg

Aufstiegsrunden-Regelung im hessischen Fußball: VfL Kassel könnte doppelt profitieren

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Idylle am Hochzeitsweg: Die A-Jugend und die zweite Herrenmannschaft des VfL Kassel hoffen auf die Aufstiege in die Hessenliga beziehungsweise Kreisoberliga. 

Seit Samstag hoffen viele Tabellenzweite im hessischen Fußball noch einmal mehr auf den Aufstieg. Der Hessische Fußball-Verband (HFV) hat zu seiner Empfehlung die Saison abzubrechen – bei einem Aufsteiger und keinen Absteigern – einen Zusatz für Aufstiegsspiele und Relegationen hinzugefügt. So soll nach der Quotienten-Regelung (Punkte geteilt durch absolvierte Spiele) das beste Team aus diesen Runden aufsteigen.

Zwar müssen die Delegierten des Verbandstags am 20. Juni dem Vorschlag noch zustimmen, aber dies gilt als sehr wahrscheinlich. Wir schauen auf die Profiteure der Regelung und blicken auf die Auswirkungen für die kommende Saison.

Die Profiteure

Bereits fest stand, dass der KSV Hessen als Hessenliga-Zweiter in die Regionalliga Südwest aufsteigt. Jetzt gibt es aber weitere heimische Tabellenzweite, die von dieser Regelung profitieren könnten. Allen voran der VfL Kassel. Der Verein vom Hochzeitsweg hat zwei Mannschaften, die auf einem Aufstiegs- oder Relegationsplatz stehen – und den besseren Punkte-Quotienten haben. Das ist zum einen die A-Jugend in der Verbandsliga, der in der kommenden Hessenliga-Saison Derbys gegen den KSV Hessen und KSV Baunatal winken. Zum anderen profitiert bei den Herren die zweite Mannschaft der Kirchditmolder in der Kreisliga A. Den Aufstieg in die Kreisoberliga verpasst dagegen die SVH Kassel. Der VfL II (2,21) hat einen besseren Punkteschnitt als die Harleshäuser (2,12).

Wenn es um den Aufstieg in die Gruppenliga geht, hat der TSV Wolfsanger (2,36) unter fünf Kreisoberliga-Zweiten die besten Karten. Auch weil der FSV Wolfhagen II (2,4) nicht hochdarf, weil dort die erste Mannschaft spielt. In der B-Liga würde sich der AFC Kassel II (2,54) gegen die FSV Bergshausen II (2,44) durchsetzen. Pech hat die B-Jugend des KSV Baunatal (2,0) in der Verbandsliga. RW Darmstadt (2,25) aus der Südstaffel hat den besseren Schnitt.

Die neue Saison

Wenn der Verbandstag den Saisonabbruch beschließt, soll im Herbst die neue Spielzeit beginnen. Nach derzeitigem Stand soll es Mitte September losgehen. Ob dieser Termin eingehalten werden kann, ist ungewiss.

Aber welche Auswirkungen hätte die HFV-Empfehlung für die höherklassigen heimischen Ligen in der kommenden Saison?

Hessenliga: Die Zahl der Teams würde von derzeit 18 auf 20 steigen. Stadtallendorf und der KSV gehen nach oben, aus der Verbandsliga kommen die Meister Hünfeld, Zeilsheim und Erlensee sowie Buchonia Flieden, das Team mit dem besten Punkte-Quotienten der Aufstiegsrunden-Teilnehmer, hoch.

Verbandsliga Nord: Drei Teams verlassen die Liga – neben den Aufsteigern Hünfeld und Flieden auch der Melsunger FV. Das Schlusslicht hatte vor einiger Zeit den Antrag gestellt, in der kommenden Saison in der Gruppenliga zu spielen. Die Mannschaftsstärke würde dennoch von 17 auf 18 anwachsen. Mit Lichtenau, Gudensberg, Thalau und Dörnberg kämen vier Teams aus der Gruppenliga hoch.

Gruppenliga: In den beiden nordhessischen Staffeln spielten in dieser Saison 32 Teams, ab Herbst wären es dann 36 – pro Liga also eine Steigerung von 16 auf 18. Drei Mannschaften gehen hoch, Melsungen kommt runter. Außerdem würden die Kreisoberliga-Meister Bergshausen, Reinhardshagen, Weidenhausen II, Altenlotheim, Neuental/Jesberg und der beste Tabellenzweite Wolfsanger in die Gruppenliga aufsteigen. Kreisoberliga:In der Kasseler Staffel wären es dann 15 anstatt 14 Teams. Bergshausen und Wolfsanger verlassen die Klasse – Nordshausen, Anadolu Spor Baunatal und VfL Kassel II kommen hinzu.

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