Verbandsliga: Sand kassiert gegen Schwalmstadt das 1:1 in der Nachspielzeit

Ausgleich in der 91. Spielminute

Starker Rückhalt: Sands Torwart Sascha Beetz verhinderte mit mehreren Glanzparaden gegen Schwalmstadt die mögliche erste SaisonNullnummer seiner Mannschaft. Hier kommt er vor Daniel Petersohn (Nr. 16) an den Ball. Foto: Michl

Sand. Auch im zweiten Heimspiel in Folge in der Fußball-Verbandsliga schaffte es der SSV Sand nicht, die volle Ernte einzufahren.

Die Hausherren von Trainer Peter Wefringhaus mussten sich gegen den 1. FC Schwalmstadt mit einem 1:1 (1:0)-Unentschieden begnügen. Und dabei hatten die Sander richtig Pecht: Denn nach Ablauf der regulären Spielzeit lagen sie noch mit 1:0 vorne, ließen sich dann aber in der ersten Minute der Nachspielzeit noch ein faules Ei in das Nest legen.

Nach einem Eckball der Schwälmer war es Adonis Kaquri, der im Gewühl die Übersicht behielt und das runde Leder in den von Sascha Beetz gehüteten Kasten stocherte. Die Sander reklamierten zwar, dass der Ball nicht im vollem Umfang hinter der Linie war, doch Schiedssrichter Marcel Rühl aus Hohenahr aber zeigte sofort auf den Anstoßpunkt.

Natürlich war SSV-Trainer Peter Wefringhaus nicht darüber erfreut, dass sich seine Mannschaft in Last-Minute-Manier noch die Butter vom Brot hat nehmen lassen.

Sein Schwälmer Kollege Marco Schwab freute sich riesig über den Punktgewinn beim Spitzenreiter, wobei seine Aussage, dass für seine Elf gar noch mehr möglich gewesen wäre, nicht widersprochen werden konnte.

Denn wie sich die Sander vor allem nach dem Seitenwechsel auf dem Rasen präsentierten, war meilenweit von der Mittwochsleistung beim 6:0-Erfolg in Dörnberg entfernt. Nicht eine einzige nennenswerte Chance konnte da notiert werden. Stattdessen aber gab es aber einige Mal eine Harakiri-Vorstellung in der Defensivarbeit. Die SSV-Fans hatten den Eindruck, dass ihr Team regelrecht um ein Gegentor bettelte.

Etwas anders präsentierte sich der SSV im ersten Spielabschnitt. Da besaßen die Hausherren optisch schon ein Plus, bissen sich jedoch ein um das andere Mal in der vielbeinigen und kompromisslos agierenden Schwälmer Abwehr fest. Bei der Wefringhaus-Elf stimmten allzu oft die ansonsten gewohnten Pass- und Laufwege.

Richtig gute Tormöglichkeiten waren deshalb Mangelware. Die erste hatte Viktor Moskaltschul. Er wurde schön freigespielt und tauchte in der zehnten Minute mutterseelenallein vor FC-Schlussmann Mario Wörmann auf. Doch der Gäste-Keeper konnte mit der Fußspitze den Schuss des SSV-Angreifers abwehren. Die zweite große SSV-Chance konnte dann Jan-Philipp Schmidt (37.) zu Sander Führung verwerten. Dass dieses Ergebnis bis zur Pause Bestand hatte, ist Sands Torwart Sascha Beetz zu verdanken. Er verhinderte jeweils mit Glanztat bei Kontern der Gäste gegen Jan-Philipp Trümner (18.), Patrick Herpe (19.) und Andre Karl (45.) einen möglichen Rückstand. Seine größte Tat leistete Beetz aber, als er einen 20-Meter-Freistoß von Patrick Herpe (78.) mit dem Fingerkuppen aus dem oberen Torwinkel um die Metallstange drehte.

Für drei Punkte reichte es dennoch nicht. Denn ein Spiel dauert, anders als Sepp Herberger es einst sagte, eben nicht nur 90 Minuten, sondern bis zum Schlusspfiff.

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