Anrennen nicht belohnt

Für Baunatal ist beim 0:1 gegen Kaiserslautern mehr drin

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Baunatal. Über diese Niederlage werden sich die Fußballer des KSV Baunatal noch länger ärgern. Beim 0:1 (0:0) am Freitagabend gegen den 1. FC Kaiserslautern II war für den nordhessischen Regionalligisten mehr drin.

Doch das Anrennen und der aufopferungsvolle Kampf wurden nicht belohnt. Gut gespielt, aber nichts geholt – so lautet das Fazit für Baunatal.

Schön war es zunächst nicht, was die 150 Zuschauer im Baunataler Parkstadion bei eisigen Temperaturen zu sehen bekamen. Doch sie erlebten eine Heimmannschaft, die couragiert und clever gegen den Favoriten zu Werke ging. Der Tabellenvierte zu Gast beim Sechzehnten – vom Papier her eine klare Angelegenheit. Denkste! Die Mannschaft des Trainerduos Tobias Nebe und Tobias Klöppner machte es den technisch versierten Pfälzern schwer. Die Baunataler Hintermannschaft verschob geschickt und ließ den Gästen wenig Raum.

Obwohl den KSV-Fans erst mal nach 40 Sekunden der Atem stockte, als FCK-Angreifer Maurice Deville plötzlich am Fünfmeterraum frei zum Schuss kam – doch Baunatals Schlussmann Niklas Hartmann war auf dem Posten. Klöppner, der den Keeper zuletzt vertreten hatte, war wieder an der Seitenlinie.

Von dort sah der Coach, dass seine Mannschaft nicht nur hinten gut stand, sondern auch nach vorn immer mutiger agierte. Die wenigen Chancen, die sich die Hausherren erarbeiteten, hätten sie allerdings konsequenter nutzen müssen. In der 16. Minute scheiterte Manuel Pforr aus spitzem Winkel an Kaiserslauterns Torwart Raphael Sallinger. Auch eine sehenswerte Kombination über Kapitän Christian Käthner, Nigel Bier und Nico Schrader vergaben die Baunataler fast schon sorglos (23. Minute).

Auf der anderen Seite hätte sich das beinah gerächt. Zum ersten Mal fand Spielmacher Mario Pokar, einst in Diensten des KSV Hessen Kassel, die Lücke in der Baunataler Abwehrkette. Deville setzte den Ball aber an die Latte (26.). Den Pfälzern fiel ansonsten nicht wirklich viel ein. Ein 0:0 zur Pause war die logische Folge.

So ging es aber nicht weiter. Nach einem Freistoß schaute die KSV-Deckung nur zu, und Marco Metzger köpfte zur 1:0-Führung der Gäste ein (57.). Ein kurzer Schock. Doch Baunatal schüttelte sich und rannte gegen die drohende Niederlage an. Einsatz und Moral stimmten. Und wären um ein Haar belohnt worden, als der eingewechselte Lars Frerking abzog. Aber erst knallte der Ball an den Pfosten, dann an den Rücken des Pfälzer Keepers und von dort knapp am Tor vorbei (70.).

Jetzt war Musik in der Partie. Nur drei Minuten später scheiterten die Baunataler abermals, nachdem Sallinger den Ball nach einem Freistoß hatte abprallen lassen. Da lag der Torschrei schon auf den KSV-Lippen. Die Hausherren stürmten weiter, kämpften – doch ein Treffer wollte nicht gelingen. Den hätten sich die tapferen Baunataler aber verdient gehabt.

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