Fußballkreis Göttingen-Osterode

Bei Jühnder Fußballern funkt es zu selten

Spielertrainer Steffen Schob
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Halbzeitansprache: Spielertrainer Steffen Schob hofft auf die zweite Saisonhälfte ab März.

Die Fußballer des TSV Jühnde sind nach der Hinserie der 2. Kreisklasse C unter Druck. Erst ganz am Ende gab es ein Erfolgserlebnis, das für den restlichen Saisonverlauf aber hoffen lässt.

Jühnde – Einziger Sieg der Hinrunde war das 2:1 über Elliehausen/Esebeck, das der wieder für die Jühnder reaktivierte Thomas Held einleitete und sein Bruder Thorben sicherte. „Damit konnten wir mit mehr Optimismus in die Winterpause gehen“, sagt Spielertrainer Steffen Schob. „Ich traue meiner Mannschaft hundertprozentig zu, dass sie die nötigen Punkte einfährt, um in der Tabelle noch zu klettern!“

Hauptproblem waren Aufstellungssorgen. „Man konnte fast wöchentlich zusehen, wie sich immer mehr Spieler verletzten oder aus anderen Gründen fehlten; das war wie verhext. Deshalb musste ich auch Spieler anfragen, von denen ich ausgegangen war, dass sie mit Fußball gar nicht mehr so viel zu tun hatten“, erklärt Schob. Der 33-Jährige ist sich sicher, dass die Verletzungen und vor allem die ungewöhnlich langen Ausfallzeiten – auch bei ihm selbst – viel mit der Corona-Pandemie zu tun hatten.

Besonders der Vereinswechsel von Dennis Hirsch zum FC Niemetal machte sich bemerkbar: Der TSV Jühnde schoss lediglich neun Tore; jeweils drei markierten die besten Schützen Thorben Held und Daniel Beister. Besonders in den vier Auswärtsspielen funkte es nicht (nur zwei Treffer). Hinzu kam eine 0:5-Wertung, da man in Adelebsen nicht antreten konnte, die Gastgeber aber nicht verlegen wollten. Bei der Niederlage beim Schlusslicht in Harste präsentierten sich die Jühnder eine Halbzeit lang hoch überlegen ohne die fälligen Treffer zu erzielen. Später stellte die Mannschaft nach einer viel zu knappen Führung das Spielen förmlich ein und unterlag mit 1:2. Erneut war die Offensivabteilung nicht effektiv genug.

„Im Sturm hatte ich gehofft, dass unser Neuzugang aus Wahmbeck, Robin Gerke, den Abgang von Dennis Hirsch kompensieren könnte“, berichtet Steffen Schob weiter, „aber auch er verletzte sich schon während der Saisonvorbereitung.“ Da auch André Flemme (ebenfalls Knieverletzung) nicht zur Verfügung stand, musste ständig mit heißer Nadel ein Team zusammengestellt werden. Angesichts dieser Lage waren die beiden Höhepunkte der Vorrunde schon beachtlich: Zum einen hatte nach nur einem Punkt aus den ersten drei Saisonspielen kaum jemand damit gerechnet, dass der TSV im Pokalmatch gegen die verstärkten Bührener eine Chance besäßen. Letztlich gewannen sie aber mit 3:2. „Dabei haben wir trotz eines 0:2-Rückstandes eine super Moral bewiesen, die wir danach im Oktober auch in die Liga mitnehmen wollten. Doch im Oktober sprang kein einziger Zähler heraus und plötzlich rangierte der TSV sogar am Tabellenende. Vor dem letzten Punktspiel des Jahres gegen Elliehausen gelang noch der dritte Kreispokalsieg des aktuellen Wettbewerbs über den Tuspo Gimte II (es geht hier also in diesem Jahr weiter für den TSV). Und das 2:1 gegen Elliehausen/Esebeck ließ die Mannschaft erstmals richtig feiern. (Manuel Brandenstein)

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