Fußball-Kreisoberligist

Beim ESV Weiterode gibt es derzeit  Laufeinheiten

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Was sollen wir tun? Der Blick von Weiterodes Trainer Andy Rygula auf diesem – allerdings älteren – Foto spricht Bände. 

Ein reguläres Mannschaftstraining bleibt auch für die Kreisoberliga-Fußballer des ESV Weiterode vorerst Wunschdenken.

Weiterode – Nicht einmal zu zweit dürften sie auf einen Platz, denn die Sportanlagen sind ja bekanntlich gesperrt.

Also bleibt auch ESV-Trainer Andy Rygula seit Wochen keine Wahl. Er muss seine Kicker mit Plänen für Einzeltraining ausstatten. Das bedauert er auch, weil die Vorbereitung auf den zweiten Saisonteil im Januar und Februar so gut gelaufen war. „Ich hatte das Gefühl, dass wir in der Lage sein würden, uns schnell in der Tabelle weiter nach oben vorzuarbeiten. Wir haben gute Testspiele abgeliefert, in denen wir auch A-Jugendliche eingesetzt haben.“ Doch dann kam Corona, und alles war dahin.

Nach einer einwöchigen Pause gab Andy Rygula seinen Schützlingen auf, dreimal pro Woche Laufeinheitten zu absolvieren: Sechsmal zwölf Minuten laufen, unterbrochen jeweils von Dehnübungen. In der kommenden Woche startet er ein individuelles Intervallprogramm.

„Viele Spieler geben mir Rückmeldungen, aber nicht alle. Ich glaube, 80 Prozent halten sich an den Plan und 20 nicht“, sagt der Coach.

Außerdem soll jeder ESV-Spieler auch ein bisschen mit dem Ball arbeiten, wenn dazu die Gelegenheit besteht. Dazu auf mit Löchern übersäte Wiesen zu gehen, sei allerdings wegen der Verletzungsgefahr keine Alternative, sagt er.

„Wir haben früher als Kinder im Wald gespielt. Da kannte ich jede Wurzel.“ Aber Kinder würden sich eben nicht so schnell eine Bänderverletzung zuziehen wie erwachsene Spieler, die an gepflegte Spielflächen oder gar Kunstrasen gewöhnt seien.

Ob die Saison überhaupt beendet werden kann, werde wohl entscheidend davon abhängen, wie sich jetzt die Zahl der Neuinfektionen entwickelt, glaubt Rygula. Und das abzuschätzen, sei heute nicht möglich.

„Bei uns sind jedenfalls alle frustriert“, sagt er, „das gemeinsame Training fehlt uns.“ Und ohne dieses Training von heute auf morgen die Saison fortzusetzen, sei auch nicht möglich.

VON THOMAS WALGER

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