Hessenliga: Aufsteiger Ederbergland trifft am Samstag auf den FSV Frankfurt II

Die beste Offensive kommt

+
Seine Zweikampfstärke ist gefragt: Ederberglands Fabian Mohr (rechts) bekommt es gegen den FSV Frankfurt II mit einigen quirligen Gegenspielern zu tun.

Battenberg. Mit dem Spiel gegen den FSV Frankfurt (Anpfiff am Samstag um 14.30 Uhr in Allendorf) verabschiedet sich der FC Ederbergland von seinem heimischen Publikum aus dem Jahr 2013.

Auch wenn FCE-Trainer Christian Hartmann aus dieser Tatsache gern einen Motivationsschub für seine Mannschaft ableiten will, spricht er von einer „Herkules-Aufgabe“.

Der Tabellendritte aus der Mainmetropole ist wohl die technisch stärkste Mannschaft der Liga. „Wenn man denen den Spaß am Fußball lässt, nehmen sie einen auseinander“, sagt Hartmann. Da käme der Zweitliga-Reserve natürlich ein Einsatz auf dem Kunstrasen gerade recht. Dort dürfte das Spiel für den FCE ein hoffnungsloser Fall werden. Anders sähe es auf Rasen aus. Hier müssen die Verantwortlichen entscheiden, ob sie bis Samstag ein Hessenligataugliches Geläuf hinbekommen.

Rasen = Punkte für den FCE? Diese Rechnung ist wohl zu einfach. Doch der FCE kommt über den Kampf und der ist auf Rasen effektiver als auf dem künstlichen Geläuf. Der Frankfurter Trainer Nicolas Michaty lässt auf Nachfrage keine Sympathie für den Kunstrasen erkennen: „Wo gespielt wird, ist egal. Beide Mannschaften müssen damit zurechtkommen.“ Für die Heimelf gibt es zwei Aufgaben: Die Null so lange wie möglich halten und die Frankfurter Abwehr verunsichern. Einfach wird das nicht. Schließlich hat Frankfurt mit 54 Treffern die meisten Tore der Liga erzielt.

Zudem ist es auch für die Zuschauer ein Genuss Spielern wie Nefiz, Azaouagh, Benamar, Ahamed und Alikhil zuzuschauen. Knackpunkt könnte die Gästeabwehr werden. 37 Tore hat Frankfurt kassiert – der Negativrekord der Spitzenteams. Hatte der FCE in Jügesheim noch die Aufgabe gegen die „Mannschaft der Hünen“ den Ball in Bodennähe zu halten, so könnte die Lufthoheit für Dennis Reitz, Felix Nolte, Fabian Mohr und Co. sprechen.

Der Gast bot über einen langen Zeitraum die gleichen Spieler auf, eingespielter ist kaum ein anderes Team. „Wir müssen das Spiel der Frankfurter eng machen und bei der Ballannahme schon den Körperkontakt suchen“, sagt Hartmann. Die haben noch immer im Hinterkopf, dass ihr Coach vor Wochen neun Punkte bis Weihnachten einforderte. Vier sind es bisher geworden. Nach der Frankfurt-Partie warten noch die beiden Auswärtsspiele in Hadamar und Eschborn, bevor die Winterpause beginnt. „Es wird Zeit, dass die kommt“, sagt Hartmann. „Allmählich merkt man, dass wir nur zwei Wochen Sommerpause hatten und bis Ende August mit elf Spielen ein Mörderprogramm absolviert haben.“

Doch vorher kann Hartmann auf die gleiche Elf vertrauen. Die sorgte gegen Alzenau für den Sieg und in Jügesheim beinahe für eine Überraschung. Kopfballstarke Spieler wie Maximilian Schüssler dürfen auf Einsatzzeiten hoffen. Fehlen wird Dennis Meyer. (zhw)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.