Punkteteilung in Grone

4:1-Führung reicht SG Werratal nicht

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Da war die Welt noch in Ordnung: Der dreifache Torschütze Ruslan Wagner (links) trifft hier gegen Grones Torwart Nico Kaufmann zum 2:0. 

Göttingen – Ein Gegentor in der Nachspielzeit kostete die Bezirksliga-Fußballer der SG Werratal beim FC Grone den sicher geglaubten Sieg. Beim 4:4-Unentschieden brachte das Team von Trainer Alexander Winter dabei das fragwürdige Kunststück fertig, eine 4:1-Pausenführung zu verspielen.

„Wenn du nach 35 Minuten plötzlich aufhörst Fußball zu spielen und weiter Attacke nach vorne machst, obwohl du den sicheren Vorsprung nur verwalten sollst, dann passiert so etwas“, war Winter nach aufreibenden 90 Minuten verständlicherweise ziemlich angefressen. Dabei hatte doch zur Halbzeit alles noch so verheißungsvoll ausgesehen.

Beide Teams waren am frühen Samstagabend zunächst überaus vorsichtig in die Partie gestartet. Auf dem Groner Kunstrasenplatz und unter Flutlicht wirkte das, was die Akteure da vor über 100 Zuschauern (darunter auch zahlreiche mitgereiste SG-Fans) zeigten, fast wie Rasenschach. Die erste Chance des Spiels hatten die Gastgeber nach 20 Minuten, als Robin Lösekrug plötzlich völlig frei vor Torwart Fabian Rippe auftauchte und dieser den Schuss mit einem Blitzreflex großartig abwehrte.

Und das schien der Weckruf für die in Bestbesetzung angetretenen Werrataler und vor allem für ihren Top-Torjäger Ruslan Wagner zu sein, der sein Trefferkonto mit einem lupenreinen Hattrick innerhalb von nur zwölf Minuten auf inzwischen 14 aufstockte. Zunächst brauchte Wagner nach schöner Vorarbeit von Leon Fromm und Hendrik Suslik nur den Fuß hinzuhalten (23.), dann fälschte er eine Kopfball-Vorlage von Sturmpartner Kai Armbrust noch ab (25.) und schließlich vollendete er nach sensationellem Pass von Fromm durch die Beine des zum dritten Mal machtlosen FC-Keepers Nico Kaufmann (35.).

Das war es dann aber auch schon mit der Werrataler Herrlichkeit. Während die Gastgeber den Kopf nicht in den Sand steckten, weiter an ihre Chance glaubten und ihre Angriffsbemühungen verstärkten, ließ im zuvor so starken Werrataler Mittelfeld die Konzentration plötzlich nach. Den ersten Gegentreffer durch Mauritz Theilke (36.) konnte die SG zwar kurz vor der Pause noch einmal kontern, als ihr Kapitän Marc Glatter das Leder mit einem sehenswerten 13m-Volley zum 4:1 in die Maschen drosch. Doch obwohl Trainer Alexander Winter im zweiten Durchgang mit allen drei Auswechslungen die Defensive verstärkte, das System zwischenzeitlich umstellte und so alles dafür tat, den Sieg ins Ziel zu retten, leistete sich sein Team einfach zu viele Fehler und musste sich am Ende mit einem Punkt begnügen.

SG Werratal: Rippe – Bock, Thüne, O. Wasmuth, Winter – Glatter, Fromm (61., M. Wasmutz), Hildebrand, Suslik – Wagner (89. Salman), Armbrust (77. Beckel). Tore: 0:1, 0:2 und 0:3 Wagner (23., 25., 35.), 1:3 Theilken (36.), 1:4 Glatter (42.), 2:4 Armbrust (56./Eigentor)), 3:4 Lösekrug (72.), 4:4 Raub (90.+3).

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