Thomas Hellmich verlässt SG Werratal am Jahresende – Remis beim Spitzenreiter

1:1 aber Trainer geht

Macht den Weg für einen neuen Trainer frei: Thomas Hellmich. Foto: Schröter

Göttingen. In der Fußball-Bezirksliga hat die zuletzt arg schwächelnde SG Werratal wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben. Bei Spitzenreiter FC Grone erkämpfte sich der Tabellen-Dreizehnte mit dem 1:1 (1:1)-Unentschieden einen kaum für möglich gehaltenen Punkt.

Vielleicht war es ja eine Reaktion auf die Ereignisse der Woche. Bereits vor Tagen hatte nämlich Trainer Thomas Hellmich – wie am Wochenende herauskam – seinen Spielern mitgeteilt, dass er zum 31. Dezember von seinem Posten zurücktreten werde. „Ich mache das, weil mir die SG ans Herz gewachsen ist und ich der Meinung bin, dass der Zeitpunkt gekommen ist, um die Reißleine zu ziehen“, sagte er. Er habe als Trainer zuletzt viel versucht, aber das habe alles nicht gefruchtet. „Jetzt möchte ich dem Verein die Chance geben, das ohne mich zu schaffen.“

Vor allem hofft Hellmich, dass der Kader unter einem neuen Trainer wieder etwas größer wird. „Derzeit wollen nur 14 Spieler richtig mitziehen und das ist einfach zu wenig für die Bezirksliga“, so der Coach, der das Team 2010 zunächst vor dem Abstieg aus der Kreisliga rettete, ein Jahr später in die Bezirksliga führte, dann im Mai 2013 schon einmal vorzeitig das Handtuch warf und im Sommer vergangenen Jahres erfolgreich an die Werra zurückkehrte. Weil Hellmich jedoch der Meinung ist, seine Mannschaft immer noch zu erreichen, will er die letzten Spiele bis zur Winterpause auf jeden Fall weitermachen.

Der SG-Vorstand hat Hellmichs Wunsch entsprochen. „Ich habe zwei lange Gespräche mit Thomas Hellmich geführt“, sagt Klaus Burhenne. Er war am Montag bei der Jahreshauptversammlung zum neuen Vorsitzenden gewählt worden und trat damit die Nachfolge von Dirk Polej an, der sich aus beruflichen Gründen nicht zur Wiederwahl stellte. „Ich hätte gerne mit Thomas zusammengearbeitet und sicher auch versucht, ihn zum Bleiben zu überreden, wenn ich etwas mehr Zeit gehabt hätte“, sagt Burhenne. So aber sei man sich einig geworden, im Guten auseinander zu gehen.

Beim Spiel in Grone war Hellmichs Freude nach dem 1:1 beim Spitzenreiter trotz der anstehenden Trennung ungetrübt: „Diese Mannschaft hat heute gezeigt, dass sie sich längst noch nicht aufgegeben hat.“ In einer ausgeglichenen Partie mit Torgelegenheiten hüben wie drüben hatte Hendrik Suslik sein Team nach schönem Steilpass von Frederik Köhler in Führung gebracht (32.), dann aber bereits fünf Minuten später den Ausgleich durch Adrian Koch hinnehmen müssen. „Das haben die Jungs aber gut weggesteckt und bis zum Schluss prima gekämpft“, so Hellmich, der Ersatztorwart Henning Meyer ebenso ein dickes Sonderlob aussprach wie Dominik Rudolph.

SG Werratal: Meyer – Dittrich, Thüne, Lehne, Suslik – Rudolph, Schuster (57. Wallner), Köhler, Börner – Glatter, Wagner (90.+2 Stapel). Tore: 0:1 Suslik (32.), 1:1 Koch (37.).

Von Per Schröter

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.