Fußball-Bezirksliga 4: 2:3-Heimpleite gegen Bovenden trübt die Aufstiegsfeier nicht

Auch Köhler lobt Hainberg

Und der Meister war doch zu stoppen! Hainbergs Miron Trappmann (links) wird von Bovendens Dominic Reimann zu Fall gebracht. Rechts der BSVer Labinot Sejdija. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. „Scha-la-la-la-la-la-la – oh – S-C-H!“ Am Ende der kleinen Feier brach dann doch noch der große Jubel aus beim SC Hainberg. Der „etwas andere Verein“, der mit diesem Bekenntnis auch ganz offensiv wirbt, hatte am Freitagabend zwar gerade sein letztes Heimspiel in der Fußball-Bezirksliga 4 mit 2:3 (1:1) gegen den Bovender SV verloren. Doch die erst siebte Niederlage im 31. Spiel in dieser erfolgreichen Saison konnte die Stimmung auf den Göttinger Zieten-Terrassen nicht wirklich trüben. Zumal auch Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler vor Ort war und noch einige würdigende Worte an den Meister und Aufsteiger zur Fußball-Landesliga richtete – nur zwei Tage, nachdem er noch dem neuen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeyer in der Uni-Stadt begrüßt hatte.

Foto mit Oberbürgermeister

„Ich habe immer Respekt vor diesem Verein gehabt“, verriet Köhler und posierte mit Erfolgstrainer Dennis Erkner und seinem Team für das Meister-Foto. Vom Bezirksspielausschuss-Mitglied Thorsten Tunkel, seines Zeichens auch Teammanager der SVG Göttingen, und Hans-Dieter Dethleffs (Fußball-Kreisvorsitzender) erhielten die Hainberger die Titel-Trophäe, nachdem Roman Müller, der Sohn des unvergessenen NDR-Sportreporters Helmut Müller, das SCH-Team mit launigen Worten kurz vorgestellt hatte.

Mit Niklas Pfitzner, dessen Cousin Mark lange Jahre bei Eintracht Braunschweig in der 2. Liga kickte (jetzt in Bremen), und Jonas Hille stehen zwei Spieler in der Mannschaft, für die vor 20 Jahren in den Gründungstagen des SC Hainberg schon ihre Väter Andre Pfitzner und Oliver Hille (kurzzeitig auch 05-Trainer) kickten. Mit dabei unter den vielen Youngsters auch Andre Kaufmann, mit 37 Jahren der Mannschafts-Senior. „Bist du nächste Saison noch dabei“, fragte ihn Roman Müller. „Ich versuch´s nochmal“, antwortete der Routinier, der nach Bovendens Führung durch Langner (20.) acht Minuten später für den Ausgleich gesorgt hatte.

Klubchef und Fußball-Abteilungsleiter Jörg Lohse, von allen nur „Jockel“ genannt, verriet, dass nur ein Spieler das Team verlässt: Manuel Jerzyk verabschiedet sich nach mehr als fünf Jahren. Sonst bleibt das Team wohl unverändert. Mit Stürmer Benjamin Mielenhausen steht aber erst ein Neuzugang aus Dransfeld fest.

Die weiteren Tore von Pfitzner zum 2:1 (57.) für den SCH, Petkovic‘ Ausgleich (75.) zum 2:2 und Coskuns Siegtor zum 3:2 (86.) für die ohne Regisseur und Torjäger Gerbi Kaplan angetretenen Bovender waren letztlich nur Nebensache.

„Der gute Charakter hat das Team ausgemacht“, meinte SCH-Trainer Erkner stolz. „Angst werden wir vor keinem haben“, sagte er weiter. In die Landesliga werde man „mit Demut, aber auch mit Begeisterung“ gehen. Ein Abend, der dokumentierte, dass der SC Hainberg eben der „etwas andere Verein“ ist. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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