Fußball

Bezirksliga: Die Saison noch zu Ende spielen?

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Kapitäne im Luftkampf: Bovendens Janis Bach (links) im Kopfball-Duell mit Weendes Jasper Frohn. Rechts Bovendens Torben Claassen. 

Etwas mehr als eine Halbserie hatte die Fußball-Bezirksliga 4 bereits absolviert, ehe die Corona-Pause zuschlug. Der Rest steht nun in den Sternen.

Darüber, ob und wie es weitergehen sollte, sowie über das bisher Erreichte, über Stärken und Schwächen ihrer Teams und über die noch zu erreichenden Ziele sprach die HNA mit den Mannschaftskapitänen des Göttinger Quintetts.

SCW Göttingen

„Ich glaube nicht, dass wir diese Saison zu Ende spielen können“, ist Weendes Teamführer Jasper Frohn skeptisch, was den weiteren Saisonverlauf angeht. Darüber, ob – und wenn ja, wie – es überhaupt weitergehen könne, müssten sich andere den Kopf zerbrechen. In Weende sei man, gerade wegen des personellen Umbruchs nach dem Landesliga-Abstieg, durchaus zufrieden mit dem bisher Erreichten.

„Wir wissen natürlich, dass 51 Gegentore in 19 Spielen entschieden zu viel sind, aber wir wissen auch, dass die neu formierte Abwehr Zeit braucht, um zu einer stabilen Einheit zusammen zu wachsen – und dass sie, betrachtet man die letzten Spiele, auf einem guten Weg dahin ist.“

Das gelte auch für den gesamten Kader: „Unser Saisonziel war es – und ist es – die neue Mannschaft zu formen. Und wenn auch die Rädchen noch nicht alle ineinander fassen, so sind doch auch hier Fortschritte zu erkennen. Und das ist uns wichtiger als der fünfte oder der siebte Platz in der Abschlusstabelle, wobei ich denke, dass, wenn alles gut läuft, Platz fünf jederzeit drin ist. Nörten, Northeim, Bergdörfer und Sülbeck sind aber wohl schon zu weit weg.“

Sparta Göttingen

Yanik Landro Tchuikwa, Torhüter und Mannschaftskapitän der Greitweg-Elf, ist entschieden dafür, die Saison zu Ende spielen zu lassen, „notfalls mit zwei Spielen in der Woche“. Sollte der Verband sich dazu entscheiden, die Saison abzubrechen, dann wäre der Sparta-Schlussmann dafür, die Spielzeit völlig aus der Wertung zu nehmen, und – so rasch wie möglich –eine Neuauflage der Saison (sozusagen 19/20.2) zu starten. Ohnehin fände er es gut, den Sommer intensiver für die Punktspielrunde zu nutzen, wo doch das Wetter im Winter nicht gerade fußballfreundlich sei.

An seiner eigenen Mannschaft bemängelt der Kapitän: „Wir spielen gut gegen gute Mannschaften und geben dann gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellenbereich unnötig Punkte ab“. Die Abwehr ist das große Plus der Elf: Sie ließ in 18 Spielen nur 23 Gegentore zu (1,3/Spiel), die viertwenigsten der Liga. „Da wir eine gute Vorbereitung absolviert haben – der 5:1-Testspielsieg über den Landesligisten Landolfshausen zeigt, wie gut wir in Form waren – glaube ich für den Fall, dass die Rückrunde gespielt wird, an Platz fünf hinter dem Spitzen-Quartett.“

Bovender SV

Für Bovendens Mannschaftsführer Janis Bach sei, solange der Virus nicht eingedämmt ist, es nur schwer vorstellbar, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen: „Die Gesundheit hat absoluten Vorrang.“ Und selbst wenn man die Saison fortsetzen könne, halte er nichts von der Idee, die Restsaison in englischen Wochen durchzupeitschen. Angesichts der unterschiedlich besetzten Kader führe das nur zu Verzerrungen.

Auf die Zwischenbilanz angesprochen, sieht Bach vor allem Verbesserungsbedarf in der Abwehr: „36 Gegentore in 17 Spielen sind zu viel. Wir haben vor allem bei den Standards Probleme. Aber daran haben wir schon vor der Zwangspause gearbeitet, und wir sind sicher, dass wir das in den Griff bekommen. Mit 45 erzielten Treffern dürfen wir zufrieden sein, auch wenn wir im gegnerischen Drittel noch spielfreudiger werden könnten.“

Auf die Ziele für die – möglicherweise unvollendete – Saison angesprochen weist der BSV-Kapitän „auf die enorme Leistungsdichte der Liga“ hin: „Wir haben vor der Saison Platz vier oder fünf als Wunschziel angegeben, und es gibt keinen Grund, davon abzuweichen.“

.  Im zweiten Teil:SG Lenglern und FC Grone.  zdz

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