Fußball-Bezirksliga: Aber hinter dem Landesliga-Aufstieg des FC steht noch ein dickes Fragezeichen

Brinkwerth bringt Grone voran

Hoch soll er leben! Die Spieler des FC Grone werfen nach dem Gewinn der Meisterschaft in der Fußball-Bezirksliga durch den 1:0-Sieg gegen den SC Hainberg ihren Trainer Jozo Brinkwerth in die Luft.  Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Sie feierten den „Vater des Erfolges“ überschwänglich, ließen ihn in die Luft fliegen, begossen ihn mit einem Eimer Wasser, Sekt und Bier. Die Spieler des FC Grone wussten ganz genau, wem sie den Erfolg zu verdanken hatten und stimmten Sprechchöre an: „Jelle Brinkwerth, Jelle Brinkwerth, du bist der beste Mann“. Der Trainer des FC Grone kommt aber eher bescheiden rüber, aber nach dem 1:0-Sieg gegen den SC Hainberg, der die Meisterschaft in der Fußball-Bezirksliga 4 und den damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga bedeutet, konnte sich diesmal den Jubelarien am Groner Rehbach nicht entziehen.

Brinkwerth ist es vorzüglich gelungen, aus Egoisten und Individualisten eine Mannschaft zu formen, die von den 34 Spielen lediglich eines verlor, 19 Partien gewann und zehnmal Unentschieden spielte. Doch erst am letzten Spieltag brachten die Göttinger Weststädter die Meisterschaft unter Dach und Fach, nachdem ihnen TuSpo Weser Gimte im Nacken gesessen hatte, sich nicht abschütteln ließ und mit nur einem Punkt weniger Vizemeister wurde.

Drei Aufstiege in zehn Jahren

Zu den Garanten des Erfolges zählt vor allem der Angriff. Mit Oliver Waas stellt der FC Grone neben dem Lenglerner Yusuf Beyazit (beide 27) den erfolgreichsten Torschützen. Auf Rang fünf landete Grones Adrian Koch mit 20 Treffern. Ein zweistelliges Ergebnis erzielte auch der FCer Linus Grund mit zehn Toren.

Genau vor zehn Jahren kickten die Groner noch in der Bezirksklasse, stiegen ein Jahr später in die Bezirksliga auf, wo sie bis zur Saison 2009/10, in der sie Meister wurden, verweilten und dann den Aufstieg in die Landesliga schafften. Aus dieser stiegen sie aber nach nur einer Spielzeit wieder in die Bezirksliga ab, um in der Saison 2011/12 den sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen. Und wieder konnten die Grün-Weißen diese Landesliga nur ein Jahr halten, belegten in der Bezirksliga 2013/14 den achten, in 2014/15 den sechsten Platz, um sich in dieser nun abgelaufenen Saison erneut zum Meister zu küren.

Dilemma mit Jugend-Team

Seit nunmehr drei Wochen ist gleichwohl ein Dilemma bekannt. Als Landesliga-Aufsteiger muss sich parallel zur Bezirksliga-Saison ein Großfeld-Team der A-, B- oder C-Jugend im Spielbetrieb befunden haben. Der FC Grone weist eine C-Jugend auf, die aber, wenn sie in dieser Woche am letzten Spieltag nicht antritt, aus dem Spielbetrieb aufgrund vorherigen Nichtantretens nachträglich aus dem Spielbetrieb genommen wird. Dieses Dilemma war Gegenstand der gestrigen Abendsitzung des Vorstandes (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet).

Klar ist aber auch, dass der Vorstand die Bedingungen für den Aufstieg in die Landesliga schaffen will, auf den Mannschaft, Trainer und Betreuer so akribisch hingearbeitet haben. (gsd)

Von Walter Gleitze

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