Samstag, 15 Uhr: Tuspo Weser Gimte empfängt SG Werratal in der Bezirksliga

Derbyzeit am Rattwerder

Im Clinch: Von links Ruslan Wagner, Frederik Köhler, Ervin Glogic; hinten Marc Glatter. Foto: Schröter

Hann. Münden. Am Samstag ist es wieder soweit: Das Derby zwischen den Bezirksliga-Fußballern des TuSpo Weser Gimte und der SG Werratal dürfte wie in den Vorjahren die Massen an den Rattwerder ziehen (Anpfiff: 15 Uhr). Wir beantworten im Vorfeld die wichtigsten Fragen zu dieser immer wieder mit Spannung erwarteten Begegnung.

? Warum ist dieses Derby etwas Besonderes?

!Auch wenn beide Lager stets betonen, dass man sich gut versteht und es eigentlich ein Spiel wie jedes andere ist, merkt man doch immer wieder, dass es nicht so ist. In erster Linie geht es für beide Mannschaften darum zu zeigen, dass sie die Nummer eins im Altkreis Münden sind. Auch wenn sich diese Frage angesichts der aktuellen Tabellensituation so diesmal vielleicht nicht wirklich stellt.

? Worum geht es für beide Kontrahenten?

!Für die Gimter geht es ganz klar darum, mit einem Sieg die Tabellenführung zu verteidigen. „Außerdem ist das für uns ein Heimspiel und zuhause wollen wir immer gewinnen“, sagt TuSpo-Trainer Matthias Weise. Die Werrataler stecken als Zwölfte noch im Tabellenkeller fest und brauchen jeden Punkt, um so schnell wie möglich das Abstiegsgespenst abzuschütteln. Unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen für beide Teams also kaum sein.

? Wo haben beiden Teams ihre Stärken?

!Der TuSpo Weser stellt in dieser Saison wieder eine unglaublich komplette Mannschaft, bei der das Gefüge stimmt, bei der jeder für jeden rackert und jederzeit bereit ist, eventuelle Fehler der Mitspieler auszubügeln. Bei der SG ist es vor allem die Hintermannschaft, die bislang einen richtig guten Job macht. Wenn Leistungsträger wie Marc Glatter oder Ruslan Wagner einen guten Tag erwischen, kann aber auch die Offensivabteilung jedem Gegner das Leben schwermachen.

? Und wo sind die Schwächen?

!Während bei den Gimtern derzeit echte Schwächen nicht auszumachen sind (außer vielleicht der oftmals zu leichtfertige Umgang mit den Torgelegenheiten), haperte es bei der SG in dieser Saison oft damit, sich überhaupt gute Chancen zu erarbeiten. Auf das Derby bezogen zeigten vor allem die Werrataler in den bisherigen Auseinandersetzungen mit den Gimtern oftmals Nerven. Das führte dazu, dass sie ausgerechnet in diesen Spielen nicht an die Leistungen anknüpfen konnten, die sie zuvor gezeigt hatten.

? Wie sieht es personell in den beiden Lagern aus?

!Während beim TuSpo Weser Gimte außer den vier Langzeitverletzten Kilian, Quentin, Henrich und Köhler alle Mann an Bord sind (ein kleines Fragezeichen steht lediglich hinter dem erkälteten Volkan Osmanko), muss SG-Trainer Mike Hoffmann auf zwei wichtige Spieler verzichten. Sowohl André Thüne als auch Neuzugang Jonas Albertz, die beide beim 1:0-Erfolg über Petershütte zu den Besten Akteuren zählten, holten sich in eben diesem Spiel eine gelb-rote Karte (Albertz) sowie die fünfte gelbe Karte (Thüne) ab und sind damit gesperrt.

? Gibt es in diesem Spiel einen Favoriten?

!Auch wenn Derbys im Allgemeinen ihre eigenen Gesetze schreiben, muss diese Frage ganz klar mit ja beantwortet werden. Als frisch gebackener Tabellenführer gehen die Gimter mit ganz breiter Brust in die Partie. „Die Tabelle lügt nicht“, sieht auch SG-Coach Hoffmann die Gastgeber eindeutig in der Favoritenrolle.

? Wie liefen die bisherigen Duelle?

!Man könnte sagen: Werratal hat Nachholbedarf. Nur einmal in sieben Duellen gingen sie als Sieger vom Platz. Gimte gewann viermal.

Von Per Schröter

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