Frederik Köhler fing sich fünfte Gelbe Karte ein und ist gesperrt / Julian leidet mit

Das Duell der Brüder fällt aus

Julian Köhler. Foto: mbr

Hann. Münden. Eigentlich sollte hier eine kleine Familiengeschichte stehen. Von zwei Brüdern, die in der Jugend lange bei Werder Münden gemeinsam kickten und die sich nun am Samstag im Bezirksligaderby in zwei rivalisierenden Teams gegenüberstehen. Doch seit Mittwochabend ist Fakt: Das Bruderduell zwischen Julian und Frederik Köhler fällt aus.

Noch am Nachmittag hatte Werratals Mittelfeldspieler Frederik Köhler im Gespräch mit der HNA darauf verwiesen, am Abend beim Spiel gegen Grone unter allen Umständen eine Gelbe Karte vermeiden zu wollen. Das wäre dann seine fünfte in der Saison, was ein Spiel Sperre nach sich ziehen würde. In der ersten Halbzeit wirkte der 23-Jährige in Zweikämpfen tatsächlich recht zurückhaltend. Später kam aber jene Szene, die „Fredy“ den Tag komplett vermiesen sollte. Nach einem taktischen Foul sah er doch noch Gelb und schlug die Hände vors Gesicht.

„Auf dem Platz war ich zunächst geschockt, aber hätte ich es nicht getan, wäre Grone beim Stand von 1:1 eine gute Konterchance entstanden“, meint der Maschinenbaustudent.

„Das ist wirklich bitter für ihn, aber das ist Fußball“, meint sein zwei Jahre älterer Bruder Julian, der das Trikot des Tuspo Gimte als Innenverteidiger trägt. Eigentlich sollte das Derby für die ganze Familie eine spannende Angelegenheit werden. Die Eltern stammen ursprünglich aus Franken, von wo sich für Samstag sogar der 90-jährige Großvater angesagt hat. Auch Cousins und Tanten wollten die beiden Brüder im Spiel des Jahres auf dem Platz sehen. Doch daraus wird nun nichts. „Ich glaube, so ein Spiel ist, wenn du Spieler bist, von den Zuschauerplätzen noch viel schwieriger zu verkraften als auf dem Platz“, meint Julian, der froh ist, wieder dabei zu sein. Im letzten Punktspiel in Bovenden durfte er zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder von Beginn an antreten. Beim 3:0-Sieg lief es alles andere als schlecht, weshalb er hofft, auch am Samstag in der Startformation zu stehen.

„Die Vorfreude auf diese besondere Partie ist bei mir riesengroß“, sagt der 25-Jährige. „und aufgrund des Hinspiels gibt es ja auch eine Extra-Portion Brisanz.“ Er sei zuversichtlich, den guten Lauf des Tuspo auch gegen Werratal fortsetzen zu können. „Bei uns läuft es derzeit einfach!“ (mbr) Foto: Schröter/nh

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