Der SSV Nörten-Hardenberg hofft auf den Aufstieg in die Landesliga

Ein Tabellenführer in Wartestellung

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Der eingesprungene Torjubel: Maximilian Grube-Koch (links) und Lucas Duymelinck feiern einen Treffer. Der Tabellenführer hat bereits 74 Buden erzielt - in 17 Spielen! Ein ü berragender Wert.

Nörten-Hardenberg - Der SSV Nörten-Hardenberg ist das Maß der Dinge in der Fußball-Bezirksliga. Zwar pausieren die Kicker aktuell mindestens noch bis Mitte April, doch wenn es um den Aufstieg in die Landesliga geht, dürfte in dieser Serie, so sie denn fortgesetzt wird, kaum ein Weg am Team von der Bünte vorbeiführen.

Das hat mehrere Gründe. „Letzte Saison hat es wegen unserer Pechsträhne mit zahlreichen Spielerausfällen nicht gereicht. Jetzt sind wir wesentlich besser aufgestellt und auf einem guten Weg. Dafür haben die Spieler hart gearbeitet. Ob es am Ende mit dem Aufstieg klappt, hängt davon ab, wie es weitergeht. Da müssen wir die nächsten Wochen abwarten“, sagt SSV-Teammanager Detlef Ott.

Lehren aus Vorsaison

Als der SSV am 18. November 2018 mit einem 0:0 gegen Gimte nach 17 Partien mit 40 Punkten als Spitzenreiter in die Winterpause der vergangenen Serie ging, durfte man sich berechtigte Hoffnungen auf Meisterschaft und Aufstieg machen. Doch der Fehlstart beim Wiederauftakt am 10. März 2019 mit der 0:4-Pleite in Bovenden leitete eine beispiellose Talfahrt ein. Einher damit ging eine schier unglaubliche Personalmisere (Verletzungen Sperren, Urlaub, Krankheit). Angesichts des knappen Kaders musste Trainer Jan Diederich mehrfach selbst seine Schuhe schnüren und sogar Lucas Duymelinck, sonst Torjäger vom Dienst, als Torwart ran. So geschehen beim 2:7 daheim gegen Sparta Göttingen. Statt Titel und Aufstieg sprang so Platz fünf heraus.

Der größere Kader

Mit den Neuzugängen Silvan Steinhoff, Nils Hillemann und dem verletzungsbedingt noch nicht zum Einsatz gekommenen Tobias Stief (alle von Oberligist Eintracht Northeim), Jannik Psotta und Philipp Bruns sowie den nach Verletzungen wieder zurückgekehrten Julian Keseling und Robert Crespo wurde der Kader qualitativ extrem verstärkt. Die Folge: Der SSV war prompt der unumstrittene Titelkandidat Nummer eins in der Liga. Dieser Rolle werden die Kicker bisher gerecht. Den Beweis lieferten sie in ihrem einzigen Spiel dieses Jahres. Nicht in Bestbesetzung angetreten, siegten die Nörtener in der Nachspielzeit 3:2 in Osterode. In der vergangenen Serie hätte es vermutlich nur zu einem 2:2 gereicht. Solche Treffer machen den Unterschied. Und: Mit dem Ex-Northeimer Leon Rüffer ist ab Mai ein vielseitig einsetzbarer Akteur spielberechtigt. Noch eine Verstärkung.

Lucas Duymelinck

Der Stürmer schießt sprichwörtlich die Liga kaputt. Nach 24 Treffern bei 14 Einsätzen liegt er in der Torjägerstatistik logischerweise auf Platz eins. Duymelinck und mit ihm Nils Hillemann (13 Tore in zwölf Partien) sind Torgaranten. Mit drei zweistelligen Siegen setzte der SSV bereits Glanzlichter. Allein sechs Tore steuerte Duymelinck zum 12:1 gegen Rotenberg bei, Hillemann traf dreimal. Beim 15:3 gegen Werratal trug sich Duymelinck fünfmal in die Torschützenliste ein, Hillemann markierte drei Treffer. Beim 10:0 gegen Denkershausen waren Duymelinck (4) und Hillemann (2) natürlich ebenso unter den Torschützen. Nach 17 Spielen stehen 74 Treffer auf dem Nörtener Konto. Im Schnitt also rund 4,4 pro Partie. Beeindruckend!

Die stabile Defensive

Obwohl die Nörtener mit 21 Gegentreffern in dieser Bilanz hinter Sülbeck/Immensen rangieren, hat auch die Hintermannschaft ihren Anteil am Höhenflug. „Wir können aber noch viel besser verteidigen“, fand Trainer Jan Diederich nach einigen Spielen dennoch kritische Worte. Nur in fünf Spielen blieb die von Kapitän Dennis Zeibig und Co-Trainer Timo Friedrichs organisierte Abwehrreihe ohne Gegentreffer.  osx

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