Wie einst Schalke gegen Bayern

Freude beim Tuspo Gimte: Der Bezirksligist spielt eine starke Rückrunde und mischt auch am letzten Spieltag noch im Aufstiegsrennen mit. Foto: Schröter

Hann. Münden.Ein bisschen hatte der vorletzte Spieltag der Fußball-Bezirksliga Braunschweig etwas vom Bundesligafinale 2001. Damals feierte Schalke minutenlang schon die Meisterschaft, ehe Bayerns Patrik Andersson in Hamburg doch noch zum Titelgewinn traf.

Diesmal feierte bereits der FC Grone die Meisterschaft. Doch Gimtes Ervin Glogic traf in der Nachspielzeit gegen Bremke zum 4:3-Sieg, womit der vorzeitige Groner Aufstieg dahin war. Wir haben bei Gimtes Trainer Matthias Weise einen Tag nach dem denkwürdigen Auswärtssieg nachgefragt.

Haben Sie ein solches Spiel schon einmal erlebt?

Matthias Weise: Nein, das war wirklich ein extremes Spiel. Und eigentlich will ich so etwas auch nicht oft erleben.

Ihre Mannschaft lag sieben Minuten vor dem Ende der regulären 90 Minuten mit 0:3 hinten. Normalerweise hakt man ein solches Spiel ab, oder?

Weise: Das stimmt. Auch ich hatte zu diesem Zeitpunkt geglaubt, dass wir noch Stunden weiter spielen könnten und doch kein Tor schießen würden. Zuvor hatten wir ja auch beste Möglichkeiten einfach vergeben. Es war eigentlich klar: Dieses Spiel kannst du nicht mehr gewinnen.

Wie kam es aus Ihrer Sicht zur wunderbaren Wende?

Weise: Wir hatten hinten nur noch mit einer Dreierkette gespielt und die Offensive gestärkt. Das 1:3 durch Nick Rönnfeld war für uns der Türöffner. Als in der 88. Minute Hendrik Scharfen auch noch das 2:3 gelang, glaubten alle zumindest noch an einen Punktgewinn. Jeder Freistoß, jeder Eckball, der in den Bremker Strafraum flog, war plötzlich gefährlich. Man hat in der Schlussphase einfach gesehen, dass unsere Mannschaft absolut intakt ist und immer an sich glaubt.

Und glauben Sie auch noch an die Aufstiegschance am letzten Spieltag?

Weise: Wir haben in Hagenberg natürlich die schwerere Aufgabe. Grone erwartet Hainberg. Aber, immerhin haben wir uns ein abschließendes Endspiel bewahrt. Wir werden unsere Hausaufgaben machen. Mehr können wir nicht beeinflussen.

Von Manuel Brandenstein

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