Am Samstag Altkreis-Derby der Fußball-Bezirksliga: Gimte erwartet Werratal / Weise wiegelt ab, Hellmich ist sauer

Ereignisse vom Hinspiel wirken nach

Zweikämpfe gab es beim 1:1 im Hinspiel genügend: Hier hat Gimtes Christian Wedel (hinten) Gerrit Daebel zu Fall gebracht. Foto: Schröter

Hann. Münden. Derbys haben im Fußball ja von vornherein ihren ganz besonderen Reiz. Wenn aber beide Teams gute Titelchancen haben und das Hinspiel alles andere als harmonisch verlief, dann dürfen die Fans ein ganz besonderes Spektakel erwarten. Genau diese Vorzeichen treffen zu, wenn am Samstag ab 17 Uhr am Mündener Rattwerder die beiden Bezirksligisten TuSpo Weser Gimte und SG Werratal aufeinander treffen.

Da ist zum einen die Tabellenkonstellation. Als Zweiter mit aktuell drei Punkten Rückstand, aber zwei Spielen weniger gegenüber Spitzenreiter SCW Göttingen, sind die Werrataler derzeit wohl der heißeste Titelanwärter. Große personelle Probleme führten aber nach der Winterpause dazu, dass man mehrere Spiele nur mit Ach und Krach gewann und zuletzt über zwei Unentschieden nicht hinaus kam. Ganz anders stellt sich die Situation beim TuSpo Weser dar. Zwar hat der Landesliga-Absteiger nach eher durchwachsener Hinrunde als Tabellen-Dritter noch neun Zähler Rückstand auf den SCW (bei einem Spiel weniger), doch zeigt die Formkurve steil nach oben. Sieben Spiele ohne Niederlage in diesem Jahr und zuletzt sechs Siege in Folge halten bei den TuSpo-Fans zumindest die geheimen Hoffnungen auf einen sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga am Leben.

Da ist zum anderen das Hinspiel. Beim 1:1 Ende Oktober kochten in der Nachspielzeit die Emotionen über, als ausgerechnet der Ex-Werrataler Kai Armbrust einen Elfmeter und eine Rote Karte für SG-Torhüter Sven Holzschneider provozierte und den Gimtern damit in buchstäblich letzter Sekunde den Ausgleich ermöglichte.

Weise betont gelassen

„Ich erwarte dennoch ein ganz normales Spiel“, gibt sich TuSpo-Trainer Matthias Weise dennoch betont gelassen. „Solche Szenen gehören eben zum Fußball dazu“, sieht er wegen der Vorkommnisse im Hinspiel „auf keinen Fall mehr Brisanz“ für die morgige Partie. Ganz anders sein Gegenüber Thomas Hellmich. „Bislang waren die Derbys immer fair und entspannt, aber jetzt liegt da leider ein Schatten drauf“, sagt er. Er empfinde es als „besonders schade, dass sich ein Spieler schon wieder im Internet dafür feiern lässt, dass er im Hinspiel durch eine grobe Unsportlichkeit entscheidend Einfluss auf den Ausgang genommen hat“.

„Favoritenrolle bei Gimte“

„Waren wir im Hinspiel der klare Favorit, ist es diesmal genau umgekehrt“, sagt Thomas Hellmich. Da sei zum einen die weiter angespannte Personalsituation (zwar sind Marc Glatter, Ruslan Wagner und Mustafa Senel wieder dabei, dafür fehlen der gelb-gesperrte Frederik Köhler und der verletzte Bahattin Savran), zum anderen die Tatsache, dass man nach dem Grone-Spiel am Mittwoch nur zwei Tage Pause hatte, während die Gimter ausgeruht ins Spiel gehen können.

„Ich freue mich auf dieses Spiel“, sagt Matthias Weise, der lediglich den gelb-gesperrten Jaroslaw Sopko ersetzen muss. „Im Grunde haben wir ja schließlich nichts zu verlieren.“ Außer eben ein echtes Derby. (per) Fotos: nh

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