Die Spielführer: Marc Glatter will öfter treffen – Dennis Behrens: Wir kommen noch

„Erwarte viel von mir“

Hann. Münden. Am Samstag ab 16 Uhr ist es wieder soweit: Das erste von zwei Altkreisderbys in der Fußball-Bezirksliga steht in Hedemünden auf dem Plan. Im Vorfeld haben wir mit den beiden Mannschaftsführern gesprochen: Marc Glatter (SG Werratal) und Dennis Behrens (Tuspo Weser Gimte).

Warum läuft es in dieser Saison bislang so holprig? Marc Glatter: „Das kann ich mir auch nicht erklären! Auch wenn man Spieler wie Yannick Quentin oder Gerrit Daebel eigentlich nur schwer ersetzen kann, denke ich, dass wir uns personell sogar verbessert haben. Aber wir bekommen einfach zu viele Gegentore und mussten bislang auf vielen Positionen auch zu oft durchwechseln. Dadurch gibt es bei uns noch zu viele Abstimmungsprobleme.“ Dennis Behrens: Dass es so holprig läuft, würde ich gar nicht sagen. Wir hatten ein schweren Programm und haben außer in Bilshausen anständige Leistungen gezeigt. Bei den knappen Niederlagen gegen die starken Teams aus Lenglern und Grone fehlte das Glück. Wir spielen nicht schlechter und werden noch kommen! Wie steht es mit Ihrer eigenen Leistung? Glatter: „Ich erwarte viel, viel mehr von mir selbst. In dieser Saison passt es auf dem Platz noch nicht so richtig zwischen mir und meinem Sturmpartner Ruslan Wagner. Und dann ist da meine für mich selbst völlig unerklärliche Schwäche im Abschluss. Ich hoffe sehr, dass der Knoten bald platzt.“ Behrens: Zu Beginn habe ich einige Tore gemacht, die aber auch bestens vorgelegt wurden. Da musste ich den Ball teilweise nur ins leere Tor schieben. Bei zwei Spielen habe ich dann wegen Urlaubs gefehlt. Aber jetzt freue ich mich, dass ich am Samstag dabei sein kann. Letztes Jahr hatte ich ausgerechnet beim Spiel in Hedemünden Dienst. Wird das Derby erneut so hitzig wie im Herbst 2015? Glatter: Nach der Vorgeschichte beim letzten Spiel in Hedemünden kann ich mir das schon vorstellen. Allerdings ist die Tabellenkonstellation diesmal eine ganz andere. Fakt ist: Dieses Derby ist immer ein ganz besonderes Spiel, auf dass sich alle freuen – Spieler und Fans. Und ich hoffe, dass wir endlich mal wieder als Sieger vom Platz gehen.“ Behrens: Ganz klar nein. Die Rivalität ist natürlich da, aber ich muss immer wieder sagen, dass viele Spieler abseits des Platzes sogar befreundet sind. Das Spiel im letzten Jahr war eine absolute Ausnahme. Für uns ist es auch nicht besonders wichtig, vor den Werratalern zu stehen. Wir schauen auf uns. Damit sind wir zuletzt gut gefahren.

Was gefällt Ihnen am Derbygegner? Glatter: „Die mannschaftliche Geschlossenheit. Und die Art und Weise, wie sie immer wieder junge Spieler in den Kader integrieren.“ Behrens: Die SG hat trotz des Tabellenplatzes eine sehr gute Offensive. Da müssen wir ziemlich aufpassen. Die einzelnen Spieler sind außerdem technisch sehr talentiert. Was hat sich Ihre Mannschaft für den weiteren Saisonverlauf vorgenommen? Glatter: „Ich hoffe natürlich das Beste! Wir haben viel Qualität im Kader und werden aus dem Loch, in dem wir gerade stecken, auch wieder herauskommen. Mein Ziel ist nach wie vor ein Platz unter den ersten Fünf.“ Behrens: Klare Vorgaben gibt es nicht. Wir wollen die kommenden schweren Aufgaben gegen Werratal und Bergdörfer gewinnen. Und wir können es noch locker schaffen, unter die ersten fünf zu kommen. Dann wäre das in dieser ausgeglichenen Liga eine gute Leistung.

Von Manuel Brandenstein und Per Schröter

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