SCW Göttingen in Hedemünden

SG Werratal: Klare Worte vor dem Kellerduell

Frederik Köhler (rechts)
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Wieder fit: Nach über einjähriger Verletzungspause ist Frederik Köhler (rechts) wieder einsatzbereit und könnte seinem Team helfen, wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden.

Zum Duell der beiden noch punktlosen Kellerkinder der Bezirksliga-Qualifikationsstaffel C empfangen die Fußballer der SG Werratal am Sonntag den SCW Göttingen (Anpfiff in Hedemünden: 15 Uhr).

Hedemünden – Null Punkte aus den ersten drei Punktspielen, 4:10 Tore und davor noch das Bezirkspokal-Erstrundenspiel zu Hause gegen Petershütte mit 0:4 verloren – einen derart miserablen Saisonstart hat es bei den Werrataler während ihrer Bezirksligazugehörigkeit noch nie gegeben. „Ich bin seit über 20 Jahren als Trainer aktiv und habe so etwas überhaupt noch nie erlebt“, sagt SG-Coach Alexander Winter. Vor allem die Höhe der Niederlagen (lediglich bei der 1:2-Heimniederlage gegen Sparta Göttingen kassierte man weniger als vier Gegentore) sei „eine Katastrophe“.

Und das ist aktuell auch genau der Knackpunkt. „Natürlich könnten wir vorne mehr Tore schießen, aber das Problem sind derzeit das Mittelfeld und die Abwehr“, sagt Winter. In diesen Mannschaftsteilen sei man „viel zu unkonzentriert“, was immer zu individuellen Fehlern führe, die dann vom Gegner eiskalt ausgenutzt werden. „Hinzu kommt, dass die Mannschaft oft nicht das umsetzt, was ich ihr vorgebe“, kritisiert Winter. Im Training habe man zwar die unterschiedlichsten Spielsysteme eingeübt, würden aber nicht auf den Platz gebracht. „Am Sonntag wollte ich beispielsweise nach dem Treffer zum 1:3 die Vierer-Abwehrkette auflösen und habe deshalb extra Innenverteidiger Oliver Wasmuth ausgewechselt, aber dann ist ein anderer Spieler einfach hinten reingerückt und der Plan war dahin.“ Entsprechend heftig sei dann auch seine Ansprache beim Dienstags-Training ausgefallen. „Da hat es zum ersten Mal so richtig geknallt“, berichtet Winter.

„Wir müssen endlich als Mannschaft agieren und als Kollektiv auftreten“, sagt der Coach, für den das Erreichen der Aufstiegsrunde trotz des massiven Fehlstarts noch nicht komplett abgehakt und Platz drei durchaus noch „ein realistisches Ziel“ ist. „Wenn wir allerdings am Sonntag auch gegen den SCW verlieren, dann werde ich mir nur noch Gedanken darum machen, wie wir die Abstiegsrunde gestalten können“, setzt er seine Spieler mächtig unter Druck. Dass diese Aufgabe jedoch alles andere als leicht wird, ist Winter völlig bewusst. „In unserer Staffel gibt es keinen leichten Gegner“, sagt er. „Aber zu Hause müssen wir einfach gewinnen, zumal wir danach nur noch zwei Heimspiele vor uns haben.“

Verzichten muss Winter am Sonntagnachmittag lediglich auf den verhinderten Lukas Kraft. Dicke Fragezeichen stehen jedoch hinter den angeschlagenen Ruslan Wagner und Leon Fromm. „Ein Lichtblick ist, dass Frederik Köhler nach über einjähriger Verletzungspause wieder in den Kader zurückkehrt“, sagt der Trainer. „Und vielleicht wird er sogar in der Startformation stehen.“ (Per Schröter)

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