Fußball-Bezirksliga: Teamvorstellung bei der SG Lenglern / Dienstag im Bezirkspokal gegen den FC Grone

Geht’s mit Knauf wieder rauf?

Lenglerns Neuzugänge mit den Trainern: Stehend v.l. Co-Trainer Robert Semenic, Tobias Vogel, Felix Ottmann, Roland Kues, Trainer Matthias Knauf .Vorn Witali Nelson, Dominik Hildmann, Tizian Götz. Es fehlt: Florian Knauf. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Nettes Völkchen da in Lenglern. Viel Spaß gab es bei der wohl lustigsten Teamvorstellung der Göttinger Klubs in der Fußball-Bezirksliga. Ein Spruch hier, ein Flachs da, alles verfolgt von diversen rüstigen Rentnern. Gute Voraussetzungen für die kommende Saison? Schaun’ mer mal.

Auf alle Fälle will der kleine Klub in der Tabelle wieder etwas nach oben klettern. Geht’s mit Matthias Knauf (46), den alle nur „Matze“ nennen, wieder rauf? Vergangene Saison war die SG Elfter mit 44 Zählern und 73:66 Toren. „Wir hatten einen schlechten Start, ehe wir die Karre aus dem Dreck gezogen haben“, blickt Team-Manager Jens Schiele zurück. Auf einen genauen Platz will sich Knauf zurzeit nicht festlegen, noch keine genaue Prognose abgeben: „Ich kann doch im August keinen Trend angeben, wo wir zehn, elf Monate später landen werden.“ Erstmal sollen diese ominösen 40 Punkte erreicht werden.

Tor-Maschine Beyazit

Für Knauf, den man zu den letzten Göttinger Fußball-Originalen zählen darf, steht immer „das Team im Vordergrund. Es ist aber nur so stark wie das schwächste Glied“, sagt er weise. Da muss sich auch so ein verdienstvoller Spieler wie Yusuf Beyazit, inzwischen schon 38, unterordnen. Obwohl er im Umkreis wohl die „Tor-Maschine“ schlechthin ist. „In fünf Jahren bei uns hat er über 350 Tore in Test- und Meisterschaftsspielen geschossen. Das ist ’ne Hausnummer“, sagt Schiele. Angeblich wollte Beyazit weg, „aber das haben wir intern geklärt.“

Defensiv und dann Attacke

Knauf ist ebenso neu wie sein Co-Trainer Robert Semenic und Fitnesstrainer Cenk Güren. Sie haben einen 24er-Kader zur Verfügung, in dem drei Torhüter neu sind. Mike Baumfalk, lange eine feste Größe im SG-Kasten, wechselte zu Sparta. Unter den neuen Keepern ist auch Trainer Knaufs Bruder Florian (28), der bei der Teamvorstellung aus einem guten Grund fehlte: Am vergangenen Samstag war Hochzeit, deshalb wurde die Bezirkspokalpartie gegen Grone auch auf den (heutigen) Dienstag verlegt. Ob es gegen den FC nun ebenso etwas zu feiern gibt wie am vergangenen Wochenende, wird man sehen.

Vielleicht sieht man gegen Grone auch schon im ersten Lenglerner Pflichtspiel der neuen Saison, wie Knauf spielen lässt: „Wir wollen defensiv gut stehen und dann zur Attacke blasen. Meine Mannschaften haben eigentlich immer wenig Gegentore gekriegt“, sagt Knauf, zuletzt in Groß-Ellershausen, Groß Schneen und Klein Lengden.

Weh tue Lenglern, so Knauf, dass Jan-Paul Kleinschmidt nach einem Kreuzbandriss fehle. „Eine Leitfigur für uns.“ Ohne ihn startet die SG nun in die Serie: In Nörten, in Rotenberg und im Heim-Derby gegen Bovenden. Gegen Nörten verlor Lenglern im Sparkasse-Cup 0:3. Knauf: „Da haben wir geblufft.“ (gsd)

Von Helmut Anschütz

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