1:3 - Gimter Krise hält an

Den Ball verpasst: Gimtes Torschütze Ervin Glogic (Mitte) muss zusehen, wie Sülbecks Torhüter Timo Lesch das Leder bei einer Flanke herunterpflückt.

Hann. Münden. Bei Fußball-Bezirksligist Tuspo Weser Gimte ist keine Besserung in Sicht. Das 1:3 (1:0) im Heimspiel gegen den FC Sülbeck/Immensen war die vierte Pleite in Folge.

Weise war nach der erneuten Niederlage und der anhaltenden Ergebniskrise bedient, denn zur Halbzeitpause schien es, als sollten seine Schützlinge das langersehnte Erfolgserlebnis feiern dürfen. „Wir haben heute 60, 70 Minuten vieles richtig gemacht“, meinte der Coach, „doch dann hat uns ein Pingpong-Tor das Genick gebrochen.“

Jene Szene, die Weise da ansprach, ereignete sich in der 73. Spielminute: Der Tuspo war bei einem Angriff der Gäste mehrfach nicht in der Lage, den Ball aus der Gefahrenzone zu befördern. Dreimal versuchte es Sülbeck/Immensen mit Schüssen, dreimal hatte Gimtes Torhüter Maximilian Zunker die Hand am Ball. Doch beim vierten Versuch drosch Lars Breitenstein das Leder durch eine Wand von Gimter Abwehrspielern hindurch ins Netz zum 1:1. Der Tuspo zeigte sich anschließend geschockt. All die negativen Erlebnisse der vergangenen Wochen schienen wieder in die Köpfe der Spieler zu steigen. Fortan ging in der Offensive gar nichts mehr. „Jeder, der schon mal Fußball gespielt hat weiß, wie sich ein solch unglücklicher Gegentreffer bei den Spielern auswirken kann“, zeigte Weise Verständnis für das Ausbleiben großer Gegenwehr nach dem Ausgleichtreffer.

Die immer bissiger werdenden Gäste aus dem Kreis Northeim hatten nun leichtes Spiel. Das 1:2 erzielte erneut Breitenstein, der den Ball im Strafraum an Bernd Abeln und Maximilian Zunker vorbei ins Netz spitzelte (80.). Nur drei Minuten später sorgte der ehemalige Northeimer Oberligaspieler Patrick Sieghan mit einem satten 16-Meter-Schuss für die endgültige Entscheidung.

Zu diesem Zeitpunkt war die recht gute erste Halbzeit schon längst nichts mehr wert. Die Leistung in den ersten 45 Minuten ließ Routinier Andreas Kilian sogar von „einem Schritt nach vorn“ sprechen, denn man habe lange Zeit zumindest im Abwehrverhalten das umgesetzt, was man sich vorgenommen hatte. Zudem konnte der Tuspo endlich mal wieder in Führung gehen: Ervin Glogic, der im Sturm zusammen mit Kevin Camara die Stammkräfte Kai Armbrust (muskuläre Probleme) und Leon Fromm (krank) ersetzen musste, zirkelte einen Freistoß um die Mauer herum und per Aufsetzer ins Torwarteck (17.). Doch diese Führung hielt eben nur bis zur Schlussviertelstunde, nach der der Tuspo erneut das Nachsehen hatte. Tuspo Gimte: Zunker - Schmitz, Kilian, Abeln, Osmanko - Bock, Franke, Schreer (77. Despotovic), Wedel - Camara (65. Akman), Glogic. Tore: 1:0 Glogic (17.), 1:1 Breitenstein (73.), 1:2 Breitenstein (80.), 1:3 Sieghan (83.).

Von Manuel Brandenstein

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