Fußball-Bezirksliga: Stürmer erlöst SG Werratal 

Glatter beim 2:0 gegen Bovender SV als perfekter Joker

Abgefangen: So sah es in Hedemünden lange Zeit aus. Die Werrataler Angriffe verpufften. Hier fängt Bovendens Torhüter Maximilian Nagels den Ball vor Werratals Torjäger Ruslan Wagner. Im Hintergrund Markus Wilkens. Fotos: Brandenstein

Hedemünden. Am Donnerstag hatte er noch seinen 24. Geburtstag gefeiert, gestern machte Werratals Stürmer Marc Glatter sich selbst und seiner Mannschaft ein nachträgliches Geschenk.

Mit zwei Toren war der quirlige Dribbler mit dem harten linken Schuss der entscheidende Mann beim schwer erarbeiteten 2:0 (0:0) des Fußball-Bezirksligisten gegen den Bovender SV. Damit hat die SG bei einem Spiel Rückstand auf Tabellenführer SCW Göttingen den Rückstand auf einen Punkt verkürzt.

„Das kann schon frustrieren, wenn du fast 70 Minuten ohne Resultat gegen eine Wand anläufst“, meinte Marc Glatter nach dem Abpfiff. „Aber wir haben nie aufgegeben. Schön, dass es dann doch noch mit dem Toreschießen geklappt hat.“ In der ersten Halbzeit hatte Glatter noch auf der Bank gesessen. Trainer Thomas Hellmich wollte dem Werrataler Dauerbrenner mal eine Pause geben, zumal Glatter erkältet war. Dafür brachte der Coach mit Cesur Yazici und Oktay Seyit zwei ganz junge Burschen, die sich in der Bezirksliga beweisen sollten.

Wie alle Werrataler bissen sich auch die Youngster lange Zeit die Zähne am Bovender Abwehrriegel aus. Bovenden, als Tabellenzwölfter angereist, rührte mächtig Beton an und verhielt sich in der Defensive taktisch recht geschickt. Werratal konnte sich auf den Flügeln zunächst nur selten durchsetzen, und in der Mitte standen die Gäste kompakt. So ging die einzige Großchance der Platzherren vor 170 Zuschauern ausgerechnet von einem Bovender Verteidiger aus. Bei Petkovic‘ unbeabsichtigtem Kopfball aufs eigene Tor war der gute Maximilian Nagels aber auf dem Posten.

Mustafa Senel (links) gratuliert Marc Glatter zum 2:0.

Auch die zweite Halbzeit wurde zu einem Geduldsspiel für die SG. Thomas Hellmich löste die Vierer-Abwehrkette auf und brachte für Außenverteidiger Tohme mit Glatter eine Offensivkraft. Und er war nach gut einer Stunde erstmals zur Stelle. Aus 14 Metern jagte er das Leder in den rechten Winkel – eine Erlösung. Bovenden unternahm auch danach nichts, um ein Tor zu erzielen. Die wenigen Vorstöße fingen die souveränen Innenverteidiger Wasmuth und Wilkens ab, und die Werrataler erhöhten den Druck, um die Entscheidung zu erzwingen. Die hätte nach 69 Minuten fallen können. Doch Hendrik Suslik war bei einem Alleingang zu uneigennützig, legte den Ball noch einmal ab, und Bovenden konnte klären. Gut dass Glatter noch einmal zur Stelle war. Wieder waren es 14 Meter zum Tor, diesmal rauschte der Ball flach ins Netzt (86.). Thomas Hellmich wars zufrieden: „Wir hatten eben noch einen guten Joker auf der Bank. Die Mannschaft ist sehr geduldig geblieben und ist belohnt worden.“ Schon am Sonntag geht es mit einem weiteren Heimspiel weiter. Dann kommt Hellmichs Ex-Verein Bilshausen.

SG Werratal: Rippe - Tohme (46. Glatter), Wasmuth, Wilkens, Suslik - Seyit, Köhler, Yazici (81. Ivandic), Daebel - Wagner - Senel. SR: Gastrock (Kaufungen), Apsel, Sideras. Tore: 1:0 Glatter (61.), 2:0 Glatter 86.).

Von Manuel Brandenstein

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.