SG Werratal: Als einzige Mannschaft noch ungeschlagen / Zweiter Platz lässt alle Chancen offen

Die heimliche Nummer eins

Thomas Hellmich

Hedemünden. Zehn Siege, vier Unentschieden und nicht eine einzige Niederlage. Platz zwei hinter Spitzenreiter SCW Göttingen mit vier Punkten Rückstand, aber auch zwei Spielen weniger auf dem Konto. Die erste Saisonhälfte hätte für den Fußball-Bezirksligisten SG Werratal in der Tat kaum besser laufen können.

„Eine Halbserie ungeschlagen zu überstehen, das habe ich in meiner langen Trainerkarriere erst ganz selten erlebt“, kann Trainer Thomas Hellmich das bislang Erreichte selbst kaum fassen. Nachdem er nach einjähriger Pause im Sommer zur SG zurückgekehrt sei, sei er die Saison mit einer stark veränderten Mannschaft angegangen. „Da wusste ich schon, dass viel Potenzial in ihr steckt, aber dass es so gut laufen würde, war beim besten Willen nicht zu erwarten.

Schon das erste Pflichtspiel ließ jedoch erahnen, wie es in dieser Saison laufen könnte. Beim 6:2-Auswärtssieg in der ersten Bezirkspokalrunde in Grone war die Überlegenheit der Hellmich-Elf fasst schon erschreckend. Die bislang einzige Niederlage, das Pokal-Aus in Bad Gandersheim (2:5) nur vier Tage später, war dann wohl der Warnschuss zur rechten Zeit. Zum Saisonauftakt jedenfalls waren die Werrataler gegen die hoch eingeschätzte SG Lenglern schon wieder voll da und spielten sich bis zum zwischenzeitlichen 5:1 in einen wahren Rausch. Dass am Ende die Kräfte etwas ausgingen und das Spiel „nur“ 5:4 endete, störte lediglich den Trainer.

„Die Jungs haben dann immer weiter an sich gearbeitet“, spricht Thomas Hellmich von „der besten Trainingsbeteiligung, die ich je bei meiner Arbeit im Werratal erlebt habe“. Siege wie das 5:1 in Bovenden, das 4:0 über Breitenberg und das 6:3 beim heimstarken Aufsteiger Bergdörfer sprechen Bände. Und selbst die schwächste Saisonleistung ausgerechnet beim 1:1 im Derby gegen den TuSpo Weser Gimte habe die Mannschaft gut verarbeitet und bis zur Winterpause vier (wenn auch knappe) Siege folgen lassen.

„Irgendwann sind wir natürlich an einen Punkt gekommen, wo die Verbesserungen nur noch in kleinen Schritten erfolgen“, sagt Hellmich. Die Tatsache, dass zum Winter hin Trainingsbeteiligung und Einstellung etwas nachgelassen etwas nachgelassen hätten, habe bei der SG schon Tradition. „Wir werden uns in der Winterpause zusammensetzen und mit jedem Spieler sprechen, was er persönlich erreichen will“, so der Trainer. Nachdem man im letzten Spiel die 34-Punkte-Marke erreicht und frühzeitig den Klassenerhalt gefeiert habe, sei der Aufstieg jetzt natürlich ein Thema. „Von Vereinsseite her ist das sicher auch machbar, aber darauf müssten auch die Spieler gut vorbereitet sein und vor allem müssen alle an einem Strang ziehen.“ Foto: nh

Von Per Schröter

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.