Mehr erwartet: Tuspo Gimte spielt unentschieden gegen Hainberg

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Pech im Abschluss: Dennis Behrens (vorne) ist hier wieder mal in Richtung Hainberger Tor unterwegs. Im Hintergrund der Torschütze zum 1:1 Lukas Bock.

Hann. Münden. Das 1:1 (0:1) gegen den SC Hainberg war nicht gerade das, was sich Fußball-Bezirksligist Tuspo Gimte auf eigenem Platz vorgestellt hatte.

So schnell kann es gehen: Am Dienstag war der Tuspo Weser Gimte noch Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga. Fünf Tage und zwei Groner Siege später hechelt das Team nun mit vier Punkten Rückstand hinterher.

Vor allem in der ersten Halbzeit klappte kaum etwas. Ohne den gelbgesperrten Ervin Glogic fehlten die Ideen, und in der Defensive sahen die Gastgeber von schnellen und dribbelstarken Hainbergern öfter mal nur die Hacken. Mit einem Drehschuss durch Pfitzner hätte der Tabellenzehnte früh in Führung gehen können (15.). Neun Minuten später erwischte Gimtes Torhüter Max Zunker einen Lupfer Pfitzners gerade noch mit den Fingerspitzen. Vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff war es aber soweit: Wiederum der quirlige Niklas Pfitzner kurvt durch die Gimter Deckung und schiebt ein - sein 13. Saisontreffer.

Gimtes Trainer Matthias Weise hatte sich den Kick seiner Schützlinge betont ruhig angeschaut und war auch nicht in Hektik geraten, als den Gästen fast ein Eigentor unterlief (32.). Bettermann schlug das Leder noch von der Torlinie.

Für die zweite Halbzeit musste Weise aber etwas ändern. Und er hatte mit der Einwechslung des blutjungen Lukas Bock ein glückliches Händchen. Der A-Jugendliche, der von Hessen Kassel gekommen war, erzielte mit seinem ersten Ballkontakt das 1:1 (46.). Den tollen Steilpass hatte Dennis Behrens geliefert. Überhaupt Behrens: Der Gimter Kapitän hätte nach diesem ersten Scorerpunkt zum Mann des Nachmittags werden können. Zweimal scheiterte er in aussichtsreichen Positionen. Zunächst grätschte er in einen Querpass, doch der Ball ging aus nur vier Metern noch über den Kasten. Danach zog er mit links ab, und das Leder strich um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. „Beide Chancen muss ich einfach machen“, ärgerte er sich später. Pech hatte auch der nach dem Wechsel vom rechten Flügel in die Zentrale beorderte Hendrik Scharfen mit seinem Lattenkracher nach Kai Armbrusts Kopfballablage. Der Tuspo hätte also aufgrund der zweiten Halbzeit den Sieg längst verdient gehabt.

Und doch musste er froh sein, zumindest noch einen Punkt ergattert zu haben, denn die Hainberger spielten ebenfalls bis zum Ende auf Sieg. Deshalb bilanzierte auch Matthias Weise: „Der Punkt von Hainberg geht absolut in Ordnung. Wenn wir am Ende im Kampf um Platz eins scheitern, dann, weil wir im vergangenen Jahr zu viele Punkte liegen ließen.“

Tuspo Gimte: Zunker - Wedel, Nüsse, Schreer, Hayn (46. Bock) - Scharfen (82. Rönnfeldt), Abeln, Franke, Behrens - Armbrust, Pietri. SR: Ebeling (Goslar) Tore: 0:1 Pfitzner (41.), 1:1 Bock (46.).

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