Bezirksliga-Braunschweig

Meisterrunde bleibt für SG Werratal ein Traum

Dominik Wallner (links)
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Wie viele seiner Mannschaftskameraden erwischte auch Dominik Wallner (links) einen rabenschwarzen Tag.

Fußball-Bezirksligist SG Werratal bleibt nach der abschließenden 2:3 (1:2)-Heimpleite gegen die SG Denkershausen/Lagershausen nur die undankbare Teilnahme an der Abstiegsrunde.

Hedemünden – Allzu sehr ärgern brauchen sich Interimstrainer Kai Armbrust und seine Spieler glücklicherweise nicht, hätte doch wegen des gleichzeitigen 4:2-Erfolges von Sparta Göttingen bei „Herbstmeister“ Bovender SV auch ein eigener Sieg nichts mehr gebracht. „Dennoch hätten wir die Runde gerne mit einem weiteren Erfolgserlebnis beendet“, ärgerte sich Armbrust sichtlich über die erste Niederlage unter seiner Regie. „Man hatte das Gefühl, dass alle Spieler einen Köttel in der Hose hatten“, befand er.

Tatsächlich waren die Werrataler gegenüber ihren letzten Auftritten kaum wiederzuerkennen. Während die Gäste, die ihrerseits keine Chance mehr auf das Erreichen der Meisterrunde hatten und für die es dadurch nur noch um die Goldene Ananas ging, von Beginn an beherzt in die Zweikämpfe gingen und keinen Zentimeter Boden herschenkten, wirkten die Platzherren ängstlich und geradezu gehemmt. Dabei machte sich natürlich auch das Fehlen der drei Leistungsträger Jonas Winter (fünfte gelbe Karte), Hendrik Suslik (Urlaub) und vor allem des beruflich verhinderten Fabian Winter, der zuletzt in Weende alle vier Werrataler Tore erzielt hatte, negativ bemerkbar.

Dass die Armbrust-Elf dennoch als Erste jubeln durfte, war eher Zufall. Nachdem sich Leon Fromm auf der linken Seite durchgesetzt und bis auf die Grundlinie vorgestoßen war, bugsierte Gästekeeper Torben Odparlik seine als Flanke gedachte Hereingabe mit der Faust in die eigenen Maschen (17.). Im direkten Gegenzug eröffnete ein Abspielfehler des ansonsten so sicheren Innenverteidigers Timon Alt Denkershausens Linksaußen Chris Dreier jedoch die Chance zum sofortigen Ausgleich, die dieser auch eiskalt nutzte. Unmittelbar vor der Pause dann die kalte Dusche für die Werrataler: Bei einem Eckstoß stieg der aufgerückte Innenverteidiger Tjark Rode am höchsten und köpfte das Leder unhaltbar für SG-Keeper Daniel Hartje zum 1:2 ins lange Eck.

Nach dem Seitenwechsel warfen die Gastgeber dann noch mal alles in die Waagschale, erhöhten den Druck und kamen durch Ruslan Wagner (16m-Flachschuss aus dem Stand) zum 2:2 (62.). Die Gäste aber, die in der Schlussphase in Torben Odparlik einen schier unüberwindbaren Rückhalt zwischen den Pfosten hatten, hielten dagegen. Und als Tjark Rode nach einem langen Freistoß das 2:3 (75.) erzielte und gleichzeitig die Nachricht von vom vierten Sparta-Treffer in Bovenden die Runde machten, platzten die Werrataler Träume wie eine Seifenblase.

„Die Aufstiegsrunde haben wir nicht heute verspielt“, befand der zu Beginn des zweiten Durchgangs ausgewechselte Dominik Wallner, der nach eigenem Befinden selbst „die schlechteste Leistung seiner gesamten Karriere“ abgeliefert hatte. Für die Abstiegsrunde, die schon in zwei Wochen beginnt, ist er dennoch zuversichtlich. „Wir haben in den letzten Wochen gezeigt, was in uns steckt, und wir werden das schon packen“, meinte der Rechtsverteidiger.

SG Werratal: Hartje – Wallner (57. M. Wasmuth), Alt, O. Wasmuth, Kraft (73. Rudolph) – Buhre (52. Köhler) - Bock (73. Dal), Hildebrand, Fromm, Glatter – Wagner.
Tore: 1:0 Fromm (17.), 1:1 Dreier (19.), 1:2 Rode (45.+3), 2:2 Wagner (62.), 2:3 Rode (75.). (Per Schröter)

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