SG Werratal lange zu passiv – Trainer merkt: „Da ist in den Köpfen einiges los“

Das Murmeltier grüßt wieder

Aufregung in der Schlussphase: Werratals Kapitän Marc Glatter beschwert sich bei Schiri Björn Maertens. Bernd Abeln (links) und Niklas Rönnfeldt scheint das nicht zu interessieren. Fotos: Brandenstein

Hann. Münden. Und jährlich grüßt das Murmeltier. Unter diesem Motto scheinen die Auftritte der SG Werratal am Mündener Rattwerder in einer Art Endlosschleife zu laufen. Wieder einmal wachte die Mannschaft beim 1:2 (0:1) zu spät auf, wieder einmal musste sie eine knappe Derby-Niederlage einstecken.

Und das, obwohl sie von außen nicht viel emotionaler hätten gepuscht werden können. Trainer Mike Hoffmann gab 90 Minuten das, was seine Stimmbänder hergaben. Doch seine Schützlinge schalteten erst in den letzten 20 Spielminuten in den Derbymodus. „Man hat schon gesehen, dass da in den Köpfen einiges los war“, meinte Hoffmann etwas verwundert nach seinem ersten Altkreisduell. Die Werrataler Spieler waren nach dem Abpfiff recht einsilbig. „Es hat heute zu lange gedauert, bis es bei uns klick gemacht hat“, meinte Anschlusstorschütze Hendrik Suslik, der nach 81. Minuten per Fernschuss fast noch den Ausgleich erzielt hätte. „Zum Schluss haben wir es uns selbst noch einmal schwer gemacht“, sagte Gimtes Stürmer Kai Armbrust. „Ich muss meinen Konter einfach reinmachen.“ Den hatte Fabian Rippe im SG-Tor mit einem Reflex aus nächster Nähe pariert. Auch einen starken Freistoß von Glogic fischte Rippe aus dem Eck. Umso bitterer war sein Patzer vor dem 2:0. „Da hat er einen Moment gezögert“, hatte Mike Hoffmann erkannt. „Ansonsten war er heute unser Bester.“

Im Spielaufbau fehlte es beiden Mannschaften an Kreativität. Es war kein gutes Derby. Werratal brauchte bei Balleroberung viel zu lange, um in die gegnerische Hälfte zu kommen. Die beiden Sechser, Fredi Köhler und Ruslan Wagner, hatte man auch schon dynamischer gesehen. Auf der anderen Seite mussten sich die Gimter in erster Linie vorwerfen, nicht rechtzeitig für klare Verhältnisse gesorgt zu haben. Trotzdem konnte die Mannschaft anschließend in der Kabine gemeinsam den Schlachtruf „Derbysieger, Derbysieger, hey, hey!“ anstimmen. Und Kai Armbrust meinte: „Vor allem wollten wir auch nach diesem Spiel in der Tabelle weiter vorne bleiben. Jetzt müssen die anderen erst mal nachlegen.“

Gimte kann jetzt eine Spielpause über Ostern genießen. Die SG Werratal gastiert am Samstag beim abstiegsbedrohten 1. FC Freiheit in Osterode und am Montag bei der SG Bergdörfer in Fuhrbach.

Von Manuel Brandenstein

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.