Fußball-Bezirksliga 4

Nach dem Abstieg: Jetzt ist Zeit für etwas Neues beim SCW Göttingen

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Weende unter Druck: Der SCWer Jasper Frohn (2.v.r.) beim Sparkasse-Cup im Laufduell mit Spartas Vivakaran Paramarajah. Links hinten Weendes Steffen Claaßen. 

Göttingen – Wie geht es beim SCW Göttingen nach dem Abstieg aus der Landesliga weiter? Bei den Weendern bleibt man vorsichtig. „Ich rechne mit Platz acht bis zwölf“, sagt Marc Zimmermann eher bescheiden. „Das ist realistisch.“ Keine großen Töne also aus der Göttinger Nordstadt.

Einmal mehr tritt der SCW mit einer stark studentisch geprägten Mannschaft an. „Nur Mike Strauss arbeitet“, sagt Zimmermann spontan. Überwiegend rekrutiert sich die Mannschaft aus Studenten. Sieben Spieler sind dazu gekommen, sechs Akteure verließen den bisherigen Landesligisten.

Nicht die einzigen Neuerungen. Zimmermann ist nach elf Jahren (davon zehn als Coach der ersten Mannschaft) nicht mehr Trainer, sondern nun der sportliche Leiter. „Das ist jetzt entspannter, ich war ziemlich ausgebrannt zuletzt“, sagt er ehrlich. „Als Trainer musst du immer zehn Prozent mehr geben als das Team. Jetzt ist Zeit für etwas Neues.“ Rückblickend darf er durchaus stolz sein: „Ohne Geld zu zahlen, sind wir im vierten Jahr in Folge in der Landesliga gewesen. Und vor drei Jahren waren wir Vizemeister.“ Gut, das ist Vergangenheit.

In der Gegenwart tritt Weende jetzt mit einem Trainergespann an. Lukas Eiffert kam vom Nikolausberger SC, steht in der Kaderliste auch als (Abwehr-)Spieler. An seiner Seite steht Alexander Krüger, als Torwart ebenfalls noch auf der aktiven Seite. Die beiden kompensieren so auch den Abgang von Co-Trainer Ansgar Luchte, der aus beruflichen und privaten Gründen nach Berlin geht.

Bitter für den SCW, dass sich mit Julian Kratzert auch der erfolgreichste Stürmer in Richtung Northeim zu Oberligist Eintracht verabschiedet hat. Weende fehlen somit zumindest seine 24 Treffer aus der vergangenen Saison. Und auch nicht gerade ermutigend: Mit Maxi Psotta und Meikel König fehlen wegen Kreuzbandrissen zwei auch nicht gerade unwichtige Spieler. König verletzte sich aktuell erst vor einer Woche. Auch Jannik Psotta (zu Bezirksliga-Konkurrent SSV Nörten) sei nicht zu halten gewesen.

„Wir haben das Team stark verjüngt“, blickt Zimmermann nicht zuletzt auf die Neuzugänge. „Und die Jungen brauchen eben ihre Zeit.“ Passiert personell noch weiter etwas? Das müsse man abwarten, sagt SCW-Sportchef Zimmermann. Ein weiterer Torwart wäre noch super, zudem stünden noch einige Auslandssemester von einigen „seiner“ Studenten bevor.

Und die Maxime für die neue Saison? „Leidenschaft, Pressing und Kampf über 90 Minuten“, sind angesagt beim SCW. Einen guten Eindruck hinterließen in den Sparkasse Göttingen-Cupspielen bereits die Stürmer Philipp Dittmann und Neuzugang Tristan Starke. Und wen sieht Marc Zimmermann als Titelaspiranten? „Nörten, Bovenden, Sparta Göttingen, Sülbeck und natürlich die SG Bergdörfer“, sagt Zimmermann. Die üblichen Verdächtigen also.  haz/gsd-nh

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