Fußball-Bezirksliga 4: Letzter Spieltag / SC Hainberg erwartet den Bovender SV

Nervenspiel gegen Abstieg

Harter Zweikampf: Bovendens Ruben Benseler (rechts) setzt sich gegen Hainbergs Hauke Boss (4) durch – eine Szene aus dem Hinspiel beim BSV. In der Mitte im Hintergrund der damalige Hainberger Trainer Carsten Langar. Leicht verdeckt rechts der BSVer Erol Saciri. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Besser hätte es der Spielplangestalter kaum hinkriegen können! Am letzten Spieltag der Fußball-Bezirksliga 4 gibt es zumindest im Tabellenkeller noch ein absolutes „Nervenspiel“! Der SC Hainberg trifft auf den ebenfalls gefährdeten Bovender SV. Wichtig ist im Kampf gegen den Abstieg aber auch noch die Partie zwischen Breitenberg und TuSpo Weser Gimte.

Den Hainbergern reicht ein Sieg oder selbst ein Unentschieden zum Klassenerhalt, die von Spielertrainer Gerbi Kaplan gecoachten Bovender benötigen selbst einen Sieg, sonst sind der BSVer kommende Saison in der Kreisliga. Selbst wenn Hainberg verliert, ist das Team von Dennis Erkner, der vor zehn Spielen Carsten Langar ablöste, noch nicht endgültig raus: Dann aber muss auch Breitenberg zuhause verlieren.

BSV mit voller Konzentration

„Dass wir jetzt überhaupt noch um den Klassenerhalt spielen, ist schon ein Wunder“, sagt Hainbergs erster Vorsitzender Jörg Lohse. Abgeschlagen stand der SCH an letzter Stelle, der Gang in die Kreisliga schien vorzeitig besiegelt. „Wir waren aber vorher auch nicht ganz so schlecht, wie es aussah“, meint Lohse. „Aber es hat sich ein Wandel vollzogen und eine Eigendynamik entwickelt.“ Langar-Nachfolger Erkner drehte an kleinen Stellschrauben, beorderte zum Beispiel den Sechser Hauke Boss in die Viererkette.

Trotz der Umstrukturierungen im Verein mit der Demission von Fußballboss Wolfgang Hungerland versucht Bovenden, seine volle Konzentration auf das Abstiegsderby zu richten. „“Gegen Grone lagen wir nach 75 Minuten 1:2 zurück, waren abgestiegen. Dann haben wir noch drei Tore in acht Minuten geschossen – das zeigt unsere Moral“, sagt Spielertrainer Gerbi Kaplan. Viele Personalprobleme kennzeichneten die gesamte Saison des BSV. „Dazu kamen Verletzungen, und im Team hat es nicht gepasst“, erklärt Kaplan weiter.

„Nerven bewahren!“ Das ist am Sonntag die BSV-Prämisse. „Wir werden nicht von Anfang an mit 200 Prozent spielen“, verrät Kaplan, dessen persönliche Zukunft noch nicht endgültig geklärt ist. „Wir wollen verhindern, dass Hainberg zum zehnten Mal in Folge ungeschlagen bleibt.“ Die schlechten Platzverhältnisse am Hainberg sieht der BSV-Trainer nicht unbedingt als Vorteil. Kaplan: „Wir werden uns etwas einfallen lassen.“

Im Feier-Modus bleibt der SCW. Gefühlt seit zehn Tagen begießen die Weender ihren Aufstieg in die Landesliga. Nach dem vorgezogenen Spiel am Samstag (17 Uhr) gegen den FC Grone werden sie von SVG-Team-Manager Thorsten Tunkel geehrt – der kommt als Vertreter des verhinderten Staffelleiters Klaus Henkel.

Weiter spielen: Sparta Göttingen - SV Südharz, SG Lenglern - SG Werratal, TSV Bremke - Bad Gandersheim, SSV Nörten - SG Denkershausen, SV Breitenberg - Tuspo Weser Gimte, SV Bilshausen - SG Bergdörfer. (haz/gsd)

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