Fußball-Bezirksliga

SG Werratal unterliegt Tabellenführer FC Grone

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Lange Zeit waren die Werrataler - hier Samih Bisevac bei einem Kopfball auf das Groner Tor - dem Sieg näher als der Gast. 

Hedemünden. Nichts wurde es mit dem erhofften Punktegewinn für die Bezirksliga-Fußballer der SG Werratal im Spiel gegen den Tabellenführer FC Grone.

Obwohl es lange nach einer faustdicken Überraschung aussah, musste sich das Team von Trainer Mike Hoffmann am Ende - nicht zuletzt zweier fragwürdiger Entscheidungen der Linienrichter wegen – mit 2:5 (0:2) geschlagen geben.

Eines brauchen sich die Werrataler nach diesem Spiel auf keinen Fall vorwerfen lassen: Dass sie nicht wirklich alles versucht hätten. In einer temporeichen Begegnung, in der die Groner vor allem durch ihr schnelles Umschaltspiel jederzeit brandgefährlich waren, präsentierten sich die Gastgeber als durchaus gleichwertiger Gegner - streckenweise waren sie sogar das bessere Team.

Dass sie zur Pause mit 0:2 zurücklagen, lag zum einen an der (wieder einmal) schwachen Chancenverwertung der SG, zum anderen aber auch am Glück der Groner: Bei deren Führungstreffer durch Adrian Koch (25.) hatte das Schiedsrichtergespann um Maurice Milczewski eine vorangegangene Abseitsposition nicht erkannt. Und Linus Grunds 0:2 fiel nach einer abgerutschten Flanke, die über Werratals insgesamt großartig haltenden Ersatzkeeper Henning Meyer hinweg ins lange Eck segelte.

Wer aber glaubte, die Gastgeber würden nach dem 0:2 das Spiel im zweiten Durchgang wegschenken, der sah sich getäuscht.

Hoffmann löste die linke Angriffsseite auf und beorderte Hendrik Suslik neben Samih Bisevac ins Sturmzentrum. Mit Erfolg: Zunächst erzielte Suslik mit einem schönen Heber über FC-Keeper Dennis Koch hinweg den Anschlusstreffer (48.), und nur zehn Minuten später war es erneut der gelernte Linksaußen, der bei einem Pressschlag mit Kevin Henkies das bessere Ende für sich behielt und das Leder unhaltbar für Koch zum 2:2 versenkte.

Grone brauchte etwas, um sich von dieser unerwarteten Entwicklung zu erholen. Und hätte der völlig frei stehende Ruslan Wagner seinen Kopfball aus acht Metern versenkt (54.), die Partie wäre wohl anders gelaufen.

So aber fanden die Gäste ins Spiel zurück, gingen durch Oliver Waas (78.; klar im Abseits) wieder in Führung, und ließen sich diese im Stil eine Spitzen-Elf nicht mehr nehmen. Als die Werrataler dann mit dem Mute der Verzweiflung alles nach vorne warfen, machten Adrian Koch und Kevin Becker in der Nachspielzeit endgültig alles klar.

SG Werratal: Meyer – Ivandic, Thüne, Schuster, Savran – Rudolph (63. Köhler), Dittrich – Wagner, Yazici (31. Glatter), Suslik – Bisevac.

SR: Milczewski (Mingerode)

Zuschauer: 175

Tore: 0:1 Koch (25.), 0:2 Grund (45.), 1:2 und 2:2 Suslik ( 48., 58.), 2:3 Waas (78.), 2:4 Koch (90+2), 2:5 Becker (90+3).

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